Wasser und Hunde…

Die Zeit verfliegt regelrecht… nun sind alle Dehn-Martins schon Zuhause, 10 Waschmaschinen sind so gut wie gewaschen, alles wurde wieder zurück geräumt und geputzt… nun geht es ans Sichten der letzten Bilder…

Meine kleinen Racker…

Philip hat „Balu“ kennen gelernt und fand ihn natürlich auch gleich ganz süß…

Die „Poolparty“ ist und bleibt der Höhepunkt des Urlaubs, wie es scheint… Der kleine Leo hat dank viele Wassergewöhnungsübungen und Sprungversuche die Scheu vor dem Wasser derart verloren, dass er sich schließlich nur noch mit Schwimmflügeln im Wasser frei bewegen konnte. Schnell kletterte er wieder aus dem Wasser und sprang (teilweise gestreckt) wieder ins Wasser. Das konnte stundenlang so gehen… Auch Philip hat sich toll verbessert. Er  hatte immer weniger Angst vor dem Wasser und so lernte er den Startsprung und tauchte schließlich bis ans Beckenende durch! Ringe hoch holen? Kein Problem mehr – auch nicht im tiefen Wasser! Da ging mir das Herz auf, dass die beiden so viel Spaß im Wasser hatten. Papa Thorsten und die Kinder hatten viel Spaß zusammen.

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Endlich gab es auch mal Pizza… die beiden Bade-Bengels haben sie im Nu weg gefuttert…

Ein zweiter Besuch zum Sonnenuntergang am Meer, diesmal an einer anderen Stelle, nicht so romantisch wie in der Bucht, dafür aber kinderfreundlicher, denn es ging sanft ins Wasser und nicht so abrupt, wie in der Bucht…

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Und schließlich hatte sich Philip gewünscht, dass wir noch einmal ins Tierheim Kimba fahren. Er wollte einige Hunde gerne noch einmal wieder sehen und sich von ihnen verabschieden, bevor er wieder nach Hause fliegt. Es gab schon eine klare Favoritenliste in seinem Herzen… Aber diesmal gab es eine besondere Überraschung! Ein Galgohündin hatte vor ein paar Tagen 6 Welpen geboren und die durfte Philip nicht nur anschauen, sondern auch in die Hände nehmen und streicheln. Das erlauben nicht alle frisch gebackenen Hundemamis! Philip war ganz verzuckert von den Welpen und der Hündin „Tierra“. 

Die kleinen Welpen hatten noch die Augen geschlossen und die Ohren fest am Kopf. Aber nach den Zitzen der Mama konnten sie schon suchen! Ein kleines schwarzes dickeres Welpenmädchen sah besonders drollig aus und man konnte es von den anderen gut unterscheiden. Wir haben sie dann „Filipa“ getauft.

Später habe ich Philip dann von Tierras Schicksal erzählt. Sie wurde nur gehalten, um Welpen zu „erzeugen“ und in einem Keller gehalten. Die Welpen werden dann verkauft und der Besitzer wollte nur Geld mit ihr verdienen. Aber Kimba hat davon erfahren und die Hündin gerettet. Sie hatte sich wohl das Bein gebrochenund auch eine schlimme Hüfte. Man wird sie später operieren müssen, sobald die Welpen etwas größer sind und ihre Mama nicht mehr so dringend brauchen. Das kostet natürlich alles sehr viel Geld. Deshalb wurde bei Kimba eine Spendenaktion für Tierra gestartet… Am Nachmittag, als wir längst wieder Zuhause waren, kam Philip mit einem 5€-Schein zu mir und sagte: „Das spende ich für Tierra für die Operation.“ Das fand ich richtig toll 🙂 und da bin ich mächtig stolz auf meinen Enkel ❣️

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Dann wollte Philip natürlich noch eine Runde zu den anderen Hunden machen… klar! Carlos, der sich tagsüber um all die Hunde kümmert, hat ihm auch einiges über die Hunde erzählt und Ina hat es übersetzt…

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Und hier endet der kleine Reisebericht von Familie Dehn-Martin 🙂

Kimba und Salinen

Heute stand „Kimba“ – das hiesige Tierheim – für Philip auf dem Plan. Ein paar Erklärungen, was ihn erwartet, vorweg und schon ging’s los und Philip stand mitten im Hundetrubel…

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Philip hat das ganz toll gemacht! Er konnte unsere Ratschläge super umsetzen und wir hatten auch Notfallsignale ausgemacht, falls es ihm zu viel wird. Er hat sich gleich in die große Hundedame „Dalila“ verliebt – so ziemlich der größte Hund, den es gerade bei Kimba gibt. „Kazan“ war eine ziemliche Herausforderung, der junge Bengel hat es sich angewöhnt, die Menschen ein wenig zu zwiscken um sie auf sich aufmerksam zu machen, um gestreichelt zu werden. Dann ist er nämlich ziemlich kuschelig…Philip hat aber irgendwie schon verstanden, dass er nicht böse ist. Aber erst einmal war es natürlich erschreckend :-(. Er nannte ihn dann liebevoll (nach Inas Vorlage) „Schnappschildkröte“… Wir haben noch tolle Videos gemacht, leder kann ich sie hier nicht hochladen 🙁

Anschließend sind wir noch zu einer Saline gefahren, um Philip zu zeigen, wie das Salz in die Packung kommt… Hier entdeckte er gleich drei Hunde, die an der Kette waren um die Saline zu bewachen. Sie taten ihm sehr leid und zwei von ihnen hat er gleich – nach kurzem Zögern – gestreichelt…

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Die Salinen waren dann doch spannend und informativ und Philip hat sich gefreut, dass er seinen Eltern Salz von diesem Ausflug mitbringen konnte…

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Sonnenuntergang am Meer

Endlich haben wir das hinbekommen! Vermummt, wie man das dieses Jahr in Coronazeiten machen muss, fuhren wir zur Steilküste bei Roche und gingen die Treppen zu einer kleinen Bucht hinunter. Ein kurzes Bad im Meer und anschließend ein Picknick – so war das gedacht. Leider habe ich das Brot und die Taccos vergessen, so hatten wir nur den halben Spaß. Alle waren trotzdem ausgelassener Stimmung und es entstanden richtig schöne Familienfotos.

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Besuch aus Deutschland

Wie bereits angekündigt haben sich Thorsten und Familie auf den Weg nach Spanien gemacht. Nun sind wir eine Woche zusammen und haben schon viel zusammen erlebt und auch Covid-19 konnte uns wohl nichts anhaben… Ein Restrisiko gibt es ja immer…aber alle sind gesund und munter 🙂

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Wie immer tobt und spielt Philip den (fast) ganzen Tag im Pool herum und macht immer größere Fortschritte im Umgang mit und im Wasser. Vor allem im Tauchen hat er große Fortschritte gemacht.

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Aber auch der kleine Leo ist eine begeisterte Wasserratte und eifert Thorsten vor 40 Jahren in vielem nach. Unerschrocken springt er ins Wasser, taucht unter und kommt wieder hoch und strahlt!

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Die Hunde immer dazwischen, unsere Augen müssen überall sein!

Abends dann ein gemütliches Essen, Thorsten grillt und kocht mit unserem Riesengrill (mit „Assistent“ Leo)… Den Grill setzen wir nur ein, wenn „Familie“ da ist… für uns beide ist das viel zu riesig…

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Thorsten hat eine kleine Drohne mitgebracht… die macht ja lustige Filmchen und Fotos aus interessanten Perspektiven…

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Thorsten powert sich durch Gartenarbeit und -Projekte aus, das tut ihm scheinbar gut nach der langen Home-Office-Zeit mit Kinderbetreuungs-Doppelbelastung…

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Philip gibt sich große Mühe mit seinem kleinen Bruder klar zu kommen, ganz leicht ist es nicht… zwei Einzelkinder unter sich – eine große Herausforderung… Die Bilder sind harmonischer, als ich es erlebe. Aber das ist vermutlich immer so, herzig ist es schon… Leo tapert seinem „großen“ Bruder ständig hinterher und es gibt kein Wort, was er so deutlich ausspricht wie „Philip“… na gut „Papa“, „Manni“ (mama)“Oma“ und „Ina“ sind auch ziemlich klar… aber „Philip“ ist nicht so einfach… Er kopiert ALLES, was wir machen…

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Beim (Weg) zum Einkaufen ergeben sich schöne Gespräche mit Thorsten, die für mich natürlich immer sehr wichtig und aufschlussreich sind 🙂 Hier sind wir gerade bei Decathlon, Schwimmoutfits für die Kinder (und für mich) kaufen 😉

Kurztripp nach Berlin

Nun ist es schon wieder eine Woche her, dass ich aus Berlin zurück bin! Es war schön, meine Familie – vor allem meine Mutter – nach so langer Zeit wieder zu sehen❣️ Ich war sehr froh, meine Mum nach so langer Zeit in einem guten Zustand vorzufinden und so konnten wir zusammen noch viel unternehmen und hatten eine sehr schöne Zeit.

Zunächst aber gab es ein Familiymeeting in Hermsdorf – wohl das letzte seiner Art an diesem Ort, denn Juljan und Svenja haben ein Haus gekauft, das gerade noch saniert und modernisiert wird. Ende September wollen sie einziehen. Bis dahin ist noch viel zu tun… Wir hatten einen schönen Tag 🙂

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Ein Ausflug nach Rangsdorf in Brandenburg nahe Berlin führte uns in die Vergangenheit zurück und zum Haus meiner (Ur)großeltern, dass sich die DDR „unter den Nagel gerissen“ hat, weil die Urgroßoma dort nicht mehr allein leben konnte, denn alle anderen hatten die DDR bereits verlassen und so musste auch das letzte Mitglied der Familie „in den Westen“ gehen. So wurde das Haus zunächst vermietet und später die Eigentümer im Grundbuch unwiederbringlich gelöscht und andere (SED-Bonzen)Eigentümer eingetragen. Auch eine gerichtliche Auseinandersetzung führte zu nichts… Ein schönes Grundstück ging für eine lächerliche Entschädigung „über den Tisch“… Nun wohnt eine junge Familie im Haus und hat es wohl recht schön modernisiert. Meine Mutter hatte die Eigentümer beim Umbau einmal angetroffen…

Gleich ging es weiter zum Nymphensee, direkt um die Ecke. Hier lernte meine Mum schwimmen. Heute sieht er nicht mehr sehr einladend zum Schwimmen aus…

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Weiter ging es zum Rangsdorfer Moor und den Moorseen. Auch bei bedecktem Himmel sah er sehr schön aus und der umgebende Wald war zauberhaft – den vermisse ich schon manchmal in Spanien…Zum Abschluss schaute auch noch ein Schwan am Kiessee vorbei…

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Abschließend sind wir dann noch auf einer abenteuerlichen Route zum „Alten Flughafen“ von Rangsdorf gefahren. Der Flughafen wird schon lange nicht mehr genutzt und ist daher vollkommen zerfallen – ein „Lost Place“ – für mich eine Überraschung und Freude zugleich – eines meiner liebsten Fotomotive!

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Ein anderer Ausflug ging in die „Gärten der Welt“ in Berlin Marzahn. Dort wollte ich schon lange mal hin. Das war sehr schön durch die verschiedenen kulturellen Gärten zu schlendern und die Fahrt in der Seilbahn erlaubte uns auch einen Blick von „oben“. Außerdem brachte sie uns zu einem interessanten Gebäude auf einem Hügel, der uns einen Rundumblick von Marzahn und Hellersdorf erlaubte.

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Kurz, aber intensiv war mein Besuch in Berlin. Im Herbst werden wir wieder kommen. Jetzt ist erst einmal Sommer 2020 angesagt. Morgen kommen Thorsten&Conny mit Philip und Leo – endlich Urlaub! Alle hatten eine anstrengende Zeit in dieser Corona-Zeit…

Mir wird so langsam Angst und Bange…

Die Zahlen steigen wieder… die der getesteten Menschen hat die 10 Millionen-Grenze überschritten 😱, die Zahl der mit und an Corona-Verstorbenen beläuft sich bereits auf mehr als eine halbe Million Menschen – wohl gemerkt, sind das nur die, die getestet wurden. Die Dunkelziffer dürfte sehr viel höher sein… 5 mal? 10 mal? Wir werden es wohl nie erfahren. Zu viele Faktoren spielen hier herein. Politische – man hört z.B. wenig über China und Russland… die Zahlen in den USA und Brasilien gehen förmlich „durch die Decke“, weil Autokraten verantwortungslos mit den Menschen umgehen, denen sie eigentlich „dienen“ sollten… Trump sagte neulich, „hört auf zu testen, dann gehen auch die Zahlen zurück!“ So viel Dummheit und Verachtung für die Menschen, deren Krankenversicherung er mit als erstes abgeschafft hat. Viele können gar nicht zum Arzt gehen, weil sie Kosten nicht bezahlen können… Das interessiert diesen Egozentriker überhaupt nicht und ich wünschte, die Welt könnte ihn mit Hilfe einer schnellen Infektion einfach „loswerden“. Christlich und menschlich ist das nicht… aber er lässt „seine Leute“, die ihn wie einen Götzen verehren, einfach ins Höllenfeuer rennen. Man kann nur hoffen, dass die beiden Spiegel-Redakteure mit ihren Vermutungen und Einschätzungen Recht behalten und ein Wandel bevorsteht: https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-ist-das-der-anfang-vom-ende-fuer-ihn-a-560b87c8-2d06-44cc-8196-abf8ca5e369e Das ist Podcast mit einer differenzierten Einschätzung zur (Wahl-)Situation und Corona-Lage in den USA…ich fand es spannend… aber mir graut schon jetzt vor der Alternative, darf man die Einschätzung zu dessen Kompetenz „wörtlich“ nehmen…

Zur (Zahlen-)Situation in der Welt und in Spanien

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Auch in Spanien entstehen nun immer mehr „Hotspots“, ähnlich wie in Deutschland und infolge dessen steigen die Zahlen auch hier. Die Orte und Strände sind ziemlich voll, aber es gab gestern Mittag noch „Platz“ zwischen den einzelnen Decken… Dennoch: Es standen keine Parkplätze mehr zur Verfügung! ABER: Wir sind erst am Anfang! Im Juli wird es mehr und im August dann RICHTIG VOLL 🙈

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Wir waren gestern noch einmal Essen, wieder im Patria. Wieder lecker, wieder alles gut organisiert, wieder alles sauber. Das war’s wohl bis zum Herbst… denn ab jetzt werden wir nicht mehr essen gehen – zu viele Menschen, wenn ab 1. Juli „alles ganz normal“ geöffnet sein kann. Die Tische stehen enger, das Risiko steigt…

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Wir sind in der neuen Normalität…

Ich habe einen guten Artikel gefunden, der an Ablauf der Corona-Situation hier in Spanien ganz gut aufzeigt… https://www.costanachrichten.com/spanien/chronologie-spanien-coronavirus-notstand-ende-tote-bilanz-spanier-covid-19-90004705.html

Erstaunlich finde ich, dass es entgegen den Erwartungen keine wirklichen „Ausreißer“ in den Zahlen gegeben hatte…

Dieser Verdacht, dass Ina sich doch angesteckt haben könnte, hat uns einen ganz schönen Schrecken eingejagd! Erst dadurch wurde uns klar, wie viele Menschen wir schon wieder treffen und und bei ihnen hätten anstecken können und umgekehrt, wie viele wir hätten anstecken können! Infolgedessen haben wir jetzt die Notbremse gezogen. Wir beschränken uns wieder viel stärker darauf, Zuhause zu sein und nur für wirklich wichtige Dinge außerhalb zu erledigen und achten viel strickter und konsequenter auf das Tragen der Masken, desinfizieren uns immer wieder die Hände. So haben wir auch unserem Putziteam abgesagt – einschöner Luxus, auf den wir aber auch verzichten und das Saubermachen selbst erledigen können! Ich zeige mal ein Foto und dann wisst ihr, warum wir uns dazu entschieden haben…

Das hat uns Carmen geschickt, die Familie hat eine „kleine Party“ gefeiert, weil die „Feria“ in Chiclana ausgefallen ist… Carmen arbeitet seit Montag wieder im Hotel und trifft dort Menschen, von denen wir nicht wissen, wie sie sich verhalten. Nuria (die andere Putzfrau) wird im Sommer den Haushalt für eine Familie aus dem Baskenland führen… auch da wissen wir GAR NICHTS über das Sicherheitsbewusstsein und das Verhalten der Leute… Du KANNST von anderen Menschen nicht erwarten, dass sie sich (in deinen Augen) „vernünftig“ verhalten und NICHT zur Verbreitung von Covid-19 beitragen, du musst es selbst tun.

Anfang Juli kommt Thorsten mit seiner Familie, darauf freuen wir uns schon sehr. Es wäre auch fatal, sie in Gefahr zu bringen und wir können nur hoffen, dass sie das Virus auf dem Flug hier her nicht „aufschnappen“….

Hier ist jetzt der Sommer  angekommen und wir sind froh, dass wir einen Pool haben und nicht zum  Meer fahren müssen, denn da ist schon „die Hölle“ los. Vor allem am Wochenende kommen die Menschen aus dem Hinterland und aus den großen Städten und die Strände platzen aus allen Nähten. Die Polizei versucht zu kontrollieren und hat bereits des Öfteren Strände gesperrt – vor allem wird es immer „eng“, wenn die Flut kommt und den Strand „schmaler“ macht.

Ansonsten sind jetzt alle Beschränkungen der Mobilität aufgehoben, nur die Maskenpflicht besteht überall sort, wo 1,5m Abstand nicht eingehalten werden können und natürlich in geschlossenen Räumen außerhalb der eigenen 4 Wände.

Die Infektionsexplosion in deutschen Schlachtfabriken hat hier in Spanien große Medienpräsenz und ist in „aller Munde“…

Covid-19 Verdachtsfall…

Coronaverdacht! Ina hat seit Dienstag Abend leichte, am Mittwoch zunehmende „Erkältungssymptome“ wie Schlappheit, Gliederschmerzen, Halskratzen, leichten Husten und im Laufe des Tages leicht erhöhte Temperatur. Die Frage entsteht: Was tun? Ignorieren und hoffen, dass es vorbei geht? Nein! Hier hilft nur eine Abklärung!

Wir rufen die „Corona-Nr.“ an um zu erfahren, was wir als nächstes tun sollen und wohin wir uns wenden sollen. Ein Freund von uns hatte auch einen Verdacht und seine Ärztin schickte ihn in eine „Drive-In-Teststation“… Der Mann am anderen Ende der Leitung war vor allem interessiert an der AusweisNr. Ina sagte ihm, dass ihm diese nichts nütze, denn sie sei Deutsche und er könne damit nichts anfangen. „Wenden Sie sich an ihren Hausarzt!“ kam dann als Aufforderung. Aha! „Ich habe hier keinen Hausarzt!“. „Dann tragen Sie sich hier in das Gesundheitssystem ein“. Ich brauche JETZT eine Klärung! Ich bin privat in Deutschland versichert! Wohin wende ich mich?“ „Dann wenden Sie sich an einen privaten Arzt“. Wir kamen zu dem Entschluss, in der Klinik in Novo Sancti Petri anzurufen. Dort erklärte man uns, dass wir am Donnerstag ab 9:00 kommen könnten, dann ein Arzt sich um uns kümmert und dann ggf. einen Test macht. Das klang gut!

Also haben wir uns am Donnerstag morgen auf den Weg gemacht und waren gleich um 9:00 in der Klinik. An der Anmeldung – keinerlei Desinfektionsmöglichkeiten! -haben wir angegeben, warum wir dort sind, wir nahmen Platz und wurden nach kurzer Zeit in die „Urgencia“ gebeten… Der Doc gerät in Panik, als er hört, warum wir da sind. Und schickt uns sofort raus und in ein anderes Zimmer. Dort konnte man sich wenigstens schon Mal die Hände desinfizieren! Ein Messgerät für die Körpertemperatur liegt auch bereit. Wir warteten 1/2 Std. auf den Arzt.

Als er kam, war er angemessen „verpackt“ und „eingemumnelt“…doppelte Maske, Gesichtsschild, Schutzkleidung, Handschuhe, Überzieher für die Schuhe. Er fragte nach den Symptomen, maß Fieber, schaute nach der Sauerstoffsättigung und hörte Inas Lunge ab. Dann fragte er nach meinen Symptomen und erklärte, dass Ina zur Sicherheit in der Klinik bleiben muss, ich kann nach Hause (in Quarantäne) gehen kann. Dachach verließ er den Raum und eine Krankenschwester – ebenfalls in perfekte Schutzkleidung eingehüllt! – kam herein und führte die Tests durch. Na ja, es gibt Schöneres, aber auch Schlimmeres. Danach trennten sich unsere Wege. Wie auch immer der Test ausfällt, zumindest formal und hygienisch ist Ina in guten Händen!

Nun kommt natürlich die Frage auf, wie und wo hätten wir uns infizieren können? Im Grunde überall! Selbstverständlich tragen wir Masken, wenn wir „draußen“ sind. Ina bügelt sie nach jedem noch so kurzen Tragen. Selbstverständlich desinfizieren wir Hände, Handys, Schlüssel bevor wir das Auto oder Haus betreten, lassen die Schuhe draußen stehen. Postsendungen und Lebensmittel kommen für ein paar Stunden immer noch in Quarantäne. Aber im Umgang mit Menschen, fallen die Distanzregeln blitzschnell, oft ohne, dass man es merkt. Jemand im Supermarkt greift dir über die Schulter um einen Sack Karotten aus dem Regal vor dir zu nehmen… jemand ändert seine Laufrichtung und steh plötzlich vor dir… gehst du einen Schritt zurück, weil jemand dir zu nahe kommt, „rücken“ Freunde und Bekannte „nach“, weil sie die Distanz als unerträglich und zu „groß“ empfinden…

Viele tragen keine Masken und die, die sie tragen, zuppeln ständig daran herum, schieben sie hoch und runter, nehmen sie ab und setzen sie dann wieder auf und fassen zwischendurch alles mögliche an… so verbreiten sich die Viren und Keime… Einen 100%igen Schutz gibt es nicht, aber teilweise ist das Verhalten hier sehr fahrlässig. Auch wenn man die Polizei, ohne Maske sieht, die ja Bußgelder über 100€ verhängt wenn man die Maske nicht trägt, fragt sich der Mensch natürlich, warum soll ICH dann eine Maske tragen…

Wir sind nicht panisch, sondern sehr zuversichtlich, dass es keine Covid-19-Infektion ist. Wir wollten einfach nur in Sicherheit sein, dass niemand durch uns angesteckt werden kann oder am Ende jemand durch diese Ansteckung stirbt. Wir sind beide in guter Verfassung und deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir gut durch diese Infektion kommen, sollten wir infiziert sein. Aber wir denken positiv und gehen davon aus, dass es ein „falscher“ Alarm ist.

Am Freitag telefonieren wir und Ina geht es viel besser, die meisten „Symptome“ sind weg, keine erhöhte Temperatur mehr. Also beschließen wir, dass Ina sich aus der Klinik entlässt und Zuhause – wie ich – in Quarantäne auf das Ergebnis wartet. Die Papiere werden zusammen gestellt und nach einiger ewigen Wartezeit, kann Ina dann schließlich gehen! Puh, wir sind froh, alle wieder zusammen 🙂

Ina musste das Krankenhaus über einen Nebeneingang mit doppelter Maske verlassen, um Begegnungen mit anderen Menschen zu vermeiden. Alles sehr durchdacht und professionell, auch die Schwestern waren stets in vollständiger Schutzkleidung, wenn sie in Inas Zimmer kamen. Also alles sehr gut! Aber teuer: „Übernachtung“ mit Vollpension, Coronatest, 2 Blutentnahmen und Glucoseinfusion = 1400 €… Nun heißt es nur noch hoffen, dass der Test negativ ist, dann ist alles wieder „gut“… Freitag Abend um 21:00 kommt das Testergebnis: Es ist NEGATIV!!!  Wir sind erleichtert!

Aber beim Nachdenken werden Fragen deutlich: Wo kann ich mich angesteckt haben? Da fallen uns viele Situationen ein! Die andere Frage: Wen kann ich angesteckt haben? Im Nu kommen jede Menge Menschen zusammen. Das zeigt nur, dass wir wieder viel vorsichtiger sein müssen!

Die neue Normalität…

…und schon dauert es wieder 3 Wochen, bis ich wieder schreibe!Endlich dürfen wir seit Montag in der ganzen Provinz Andalusien herumfahren! Ein lang ersehnter Tag! Also fuhren wir ab in Richtung Cordoba, um endlich das Wohnmobil anzuschauen, das wir uns schon ausgesucht hatten. Aber die Katze im Sack wollten wir nun auch nicht kaufen. Kam, sah und siegte – der neue „Urlaubsspaß“ heißt Weinsberg Pepper und ist wirklich klasse. Nix mehr mit improvisiertem Camping, bleiben wo es schön ist, Küche, Bad und Bett 🙂 Wir freuen uns schon richtig dolle drauf!Seit wir ins Phase 2 hier in Spanien angekommen sind, explodieren die sozialen Kontakte unglaublich schnell und ich staune immer wieder, wie schwer es ist, den erforderlichen und sinnvollen Abstand zu anderen Menschen zu halten und wie schnell der Abstand unterboten wird. Die Spanier halten es einfach nicht aus, soweit weg von anderen zu sein… 1m ist schon Höchststrafe! Wenn man sich unterhält und merkt, dass der Abstand zu gering ist und man geht einen Schritt zurück, „kommen“ sie hinterher und verringern die Distanz schnell wieder. Und wenn man zusammen etwas anschaut oder zusammen arbeitet, geht es schnell und unwillkürlich und zack, ist die Distanz viel zu gering. Leider mache ich das auch nicht besonders gut… hab auch 3 Monate keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt und bin völlig ungeübt und überfordert. Ina hat das mehr Übung durch’s Einkaufen und muss mich oft ermahnen… Und Maske (aus Stoff) tragen… puh, das strengt mich sehr an, habe schnell das Gefühl, „keine Luft“ zu bekommen… die so genannten „Chirurgischen Masken“ schließen nicht dicht und taugen nur sehr wenig, um Keime abzuhalten. Besser als nichts… aber nicht vertrauen erweckend für mich…Genaus wenig Vertrauen erweckend sind die Zahlen, die sie uns hier in Spanien gerade seit einiger Zeit präsentieren. Eines Tages wurde die Zahl der Verstorbenen um 2000 abgesenkt… danach gab es nur noch Zahlen im ein- und zweistelligen Bereich. Jetzt werden sie nur noch ein Mal pro Woche veröffentlicht… auch die Zahl der Neininfektionen ist auffällig stark zurück gegangen. Ob man da an den Zahlen „dreht“? Zuerst wurden die Zahlen – so wird vermutet – „unten“ gehalten, damit die Panik nicht zu groß wird, aber hoch genug, damit sich die Menschen an die Ausgangssperre halten. Nun soll der Tourismus (endlich!) wieder anlaufen – Spanien erzielt 14% des Brutto-Inlandsproduktes mit dem Tourismus – der höchste Wert in Europa – und die Zahlen müssen „runter“! Der Sprung kam jetzt zu plötzlich, um nachvollziehbar zu sein… ich bin also misstrauisch!

Mit Colette waren wir jetzt zwei Mal am Samstag essen, das war auch mal wieder schön. Wir waren in einem Restaurant, dass von Dänen geführt wird (wer zu Inas 50sten Geburtstag da war, kann sich vielleicht an den Koch erinnern? Der kocht dort!) – da kann man auf Sauerbkeit und Hygiene zählen… die spanische Bars oder Restaurants trauen wir uns noch nicht…

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Inzwischen sind wir wieder mit Haus und Hof beschäftigt, haben das Sofa neu aufpolstern lassen, damit sich die Polsterfedern während der Siesta nicht in die Hüfte bohren und nun ist es wieder „wie neu“ 🙂 und unsere Dachterrasse nimmt auch langsam Formen an… die Sitzkissen werden neu gemacht und bekommen neue Stoffe und das alte Gartensofa wurde schon (in einer abenteuerlichen Aktion über die Außenwand) nach oben gezogen und hat seinen Platz gefunden, sodass wir es gemütlich haben werden und uns auch die (Golfplatz-)Welt von oben mal anschauen können… das ist ein ganz anderer Blick…zu guter Letzt kommen die hässlichen Gitter noch weg und werden durch Glas ersetzt, dann kann man den ungehinderten Blick genießen 🙂Unser Pflegehund Ciro geht am kommenden Freitag und wird sein neues Zuhause in Luxemburg bekommen – darauf freuen wir uns auch, denn vier Hunde sind schon eine Herausforderung… Joy macht uns ein bisschen Sorge, wir werden zum Tierarzt gehen müssen. Sie riecht zuemlich übel aus dem Maul und ich vermute, sie hat einen „schlimmen“ Zahn. Lissy hat ziemlich abgenommen, obwohl sie das gleiche frisst und sich weniger bewegt hat in der letzten Zeit – auch komisch (passiert mir NIE – zum Glück!) und Lotti wurde letzte Woche operiert – Entfernung der Analdrüse, die sich in immer schnelleren Abständen übermäßig füllte und ständig behandelt werden musste. Also Langeweile? Fehlanzeige!In 2 1/2 Wochen fliege ich endlich mal wieder nach Berlin – zu meiner Mum und den Kindern – ich habe sie seit einem haben Jahr nicht mehr gesehen 🙁 Ich hoffe, das klappt soweit alles… nicht, dass im letzten Augenblick wieder alles durcheinander gewirbelt wird…Und Sonntag ist PAUSE!

Immer wieder Sonntags…

…geht es auf nach Los Naveros zum Spaziergang. Das war heute aber wirklich ganz anders, als erwartet… Scharen von Radsportgruppen kamen uns entgegen oder fuhren auf uns zu. Ständig mussten wir die Hunde zusammen trommeln und kurz halten. Joy bekam dann bei einer Gruppe Motorcross-Farern einen „Flitz“ und stürmte auf die zu… den Schreck könnt ihr euch denken! Unsere alte Damen macht auf Furie! Anschließend hat Lotta unsere Bande aufgescheucht, weil auf der Wiese neben ihr Rinder auftauchten. Sie macht ein Mal „baff-Baff“ und die ganze Gruppe legt los! Ciro war kaum zu halten und wollte geradewegs drauf los gehen… kein guter Gedanke bei Hornträgern mit Kälbchen im Schlepptau!

Die Felder sind teilweise schon abgemäht und die Schnecken ziehen sich zurück und verkapseln sich… hier „belagern“ sie die Disteln…

Dann kam noch ein Quatbikefahrer, allerdings in gemäßigtem Tempo und dann war es vorbei mit unserer Geduld… wir sind umgedreht und wieder nach Hause gefahren, waren aber auch schon fast eine Stunde unterwegs und Joy war schon müde!

Wir haben mal wieder Levante, der im Laufe des Tages bis zu 74km/h stark wird, aber es war zeitig genug und für unser Sonntagsfrühstück auf der Terrasse ging es noch… wir haben Freitag frische Bio-Eier von einer Bekannten bekommen und diese nun zu Rühreiern mit Lachs verarbeitet – Ina hatte neulich beim Einkauf sogar Schnittlauch entdeckt – köstlich!

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Es ist schon verrückt! Wir hatten ja eine lange ziemlich kalte und verregnete Phase, aber seit Wochen können wir immer am Sonntag auf der Terrasse frühstücken – ein richtiges Sonntagsfrühstück 🙂

Anschließend haben wir einen kleinen Gartenrundgang gemacht und dabei diese Schönheit einer Kaktusblüte entdeckt…

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Aber auch die anderen Blüten im Garten sind prächtig und erfreuen uns…

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Abends sitzen wir jetzt auch gerne auf der Terrasse im Obergeschoss. Die ist jetzt überdacht und bietet herrlichen Schutz vor der Sonne und dem Wind und abends bleiben die Temperaturen länger angenehm war. Und da wir wieder Thunfischsaison haben, gibt es ein Mal in der Woche frischen Thunfisch – den Ina immer total lecker zubereitet… mal als Tatar, mal kurz angebraten und immer hmmmm!

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Wir sind immer noch sehr zurück gezogen, Mittwoch kam erstmals unser Putziteam wieder. „Bewaffnet mit Maske und Handschuhen“… wir haben ihnen gesagt, dass wir mit den Hunden unterwegs sind (dann gibt es auch keine Abstandprobleme!) und sie wenn sie allein sind Maske und Handschuhe ausziehen können. Da waren sie erleichtert. Wir sind dann nach Canos in den Wald La Breña gefahren und dort war es herrlich. Anschließend haben wir einen Abstecher zu Colette gemacht, das war auch mal schön, sich „life“ zu sprechen und ein bisschen zu klönen. Als wir nach Hause kamen… na ja, ein rundherum und frisch geputztes Haus am Wochenende ist ein Traum 🙂

wir steigern die Kontakte nach draußen ganz langsam…

Ab Juli dürfen die Touristen auch ohne Quarantäne wieder ins Land – mal schauen, wie das wird. Aber wir freuen uns natürlich sehr, dass Thorsten mit Familie zu uns kommen, wir haben uns so lange nicht gesehen… gebucht haben sie schon!

Morgen kommen wir ins Phase 2 des Lockdowns, aber gefühlt ändert sich für uns nicht viel, außer dass die Ämter jetzt wieder offen haben und wir einen 2. Anlauf mit der Residencia machen werden…

Am Schluss noch die aktuellen Zahlen, die wirklich gut aussehen.

Step by step zurück

Wir bewegen uns immer weiter zurück ins alte Leben… Ina hat sich heute die Haare schneiden lassen (Friseurin Leo mit Vollschutzmaske, Visier und Desinfektionsmaßnahmen), wir können jetzt überall in der Provinz mit den Hunden spazieren gehen – waren schon mehrfach am Strand und auch in Los Naveros und im Wald. Ina geht jetzt jede Woche einkaufen, dann ist die Organisation des Einkaufs ist so nicht mehr ganz so groß. Freitag werden wir im Wald La Breña bei Caños de Mecca spazieren gehen und hinterher kurz Colette für einen Plausch (aus der Distanz) treffen.

Die Zahlen haben sich hier in Andalusien fantastisch entwickelt, wir haben täglich jetzt weniger als 100 Verstorbene und um die 500 Neuinfektionen in ganz Spanien. In Andalusien gab es jetzt schon seit ein paar Tagen gar keine Verstorbenen mehr. Das lässt uns hoffen!

Endlich wieder in die Natur!

Gestern war ein toller Tag! Es ist wie der 1. Apfel nach einer Fastenzeit: Nach 8 1/2 Wochen ging es gestern morgen in den Wald… gepaart mit wunderschönen Eindrücken… trotz des Regens. Das war egal!

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Die Hunde haben sich natürlich auch wie dolle und verrückt gefreut.

Nachmittags ging es dann noch bei strahlendem Sonnenschein an den Strand von El Palmar – alle Highlights wurden auf einmal aufgefahren!

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Inzwischen haben wir ein bisschen Entwarnung aus Berlin… Meiner Mutter geht es besser oder sagen wir mal, es ist (wieder) stabiler. Insofern können wir noch abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und ich muss nicht Hals über Kopf nach Deutschland fahren oder fliegen. Es ist manchmal aus einer so großen Entfernung einfach schlecht einzuschätzen, wie es 3000km entfernt aussieht. Aber wir skypen viel und da kann ich mir dann ganz gut einen Eindruck verschaffen. Nun bin ich wieder entspannter…

Wir haben wir Mai ein außerordentlich kühles Wetter und diese Regenperiode von einer Woche ist auch ganz untypisch – aber wunderbar für die Natur! Es füllt die Wasserreservoirs auf und wir müssen nicht gießen! Aber eine Woche „grauer“ Himmel, das gibt es ja sowieso äußerst selten. Gestern Morgen heftige Regengüsse, nachmittags strahlender Sonnenschein. Heute wird es wohl umgekehrt sein.

Unsere Zahlen in Spanien sind sehr stark rückläufig (hier in Andalusien sowieso und in der Provinz Cadiz noch stärker!), sodass wir große Hoffnungen haben, dass das Leben sich nach und nach wieder normalisiert…

Behördenchaos…

…hatten wir ja lange nicht. Heute wollten wir in Spanien unseren 1. Wohnsitz beantragen, das war wieder ein Abenteuer der besonderen Art, denn wir trafen (mal wieder) auf totale Inkompetenz…

Im Rathaus braucht man als erstes das „Empadronamiento“, eine Art Einschreibung in das Register der Stadt. Das hatten wir eigentlich schon vor zwei Wochen per Mail beantragt, aber natürlich bisher keine Antwort erhalten 🙁

Danach geht man zur Nationalen Polizei und meldet seinen Wohnsitz (Residencia) hier an. So die Theorie. Denn es gibt verschiedene Varianten des Wohnsitzes: 1. der temporäre, 2. der administrative und 3. der steuerliche. So, was macht man nun damit? Wir brauchen den administrativen, denn wir müssen steuerlich in Deutschland bleiben, weil meine Beamtenpension in Deutschland versteuert werden MUSS.

Ein sehr netter Polizist der allerdings „nur“ zur Lokalpolizei gehörte (obwohl wir bei google explizit die Nationalpolizei eingegeben haben!) sagte uns, es sei gar kein Problem mit dem Empadronamiento wieder einzureisen, man braucht die Residencia gar nicht. Und daher könnten wir das auch nicht bearbeiten… DAS glaube ich im Leben nicht! Es sollen schon Menschen an der Grenze zurück gewiesen worden sein… das möchte ich nicht riskieren.

Ina bekam eine Telefon-Nr. von der Nationalpolizei in Cadiz, aber die arbeiten auch nicht 😬 Also keine Chance, jetzt einen Wohnsitz zu beantragen 🙁

Über einen Anwalt hätte ich bessere Chancen. Der hat bisher erfolgreich Anträge durchgeboxt, die auf dem Landweg gingen. Glaubt aber auch gute Chancen zu haben, es auch über den Luftweg zu schaffen… Nun schaue ich erst einmal, wie es meiner Mum geht und warte noch mal ab…

Ich war das erste Mal so richtig „draußen“ und mit Ina im Auto unterwegs… Beim Aussteigen aus dem Auto „Maske auf!“, dann in die Apotheke, Handdesinfektionsmittel und noch ein paar Masken kaufen. Da war alles wirklich gut organisiert und die Kund*innen hielten auch gut Abstand und hatten Masken auf. Die Apotheke hatte es auch gut vorbereitet. Schön war es, mal wieder etwas anderes zu sehen!

 

Verschwörungstheoretiker, Angsthasen, pauschale Systemkritiker…

…sie machen uns das Leben derzeit schwer. Gestern gab es in Berlin Demonstrationen – es blickt niemand mehr so richtig durch, wer da gegen was demosntriert. Eines ist klar, die wildesten Mischungen kamen zusammen, um den „System“ (wer ist das eigentlich?) mal so richtig „einzuheizen“… Linke, Rechte, Nazigruppierungen, Umweltverbände, Bürgerrechtler, Menschenrechtsaktivist*innen… aller miteinander, beieinander! Ohne Mundschutz, Abstandsregeln – einfach nur „auf Kravall gebürstet“. Dabei will ich niemandem absprechen, dass der eine oder die andere nicht ernst zu nehmende Themen anzusprechen oder Gedenken anzumelden hatte. Aber sich mit Extremisten in einer Reihe wieder zu finden? Das ist für mich undenkbar, mich vor diesen Karren spannen zu lassen…

Wir sind überrascht und erstaunt, dass es auch Menschen aus unserem Bekanntenkreis gibt, die sich damit ausführlich beschäftigen. Intelligente Menschen, die Menschen glauben und folgen, die so gut wie NICHTS an Fachwissen aufzuweisen haben, was die Covid-19 Erkrankung betrifft. Aber mit ein bisschen Systemkritik, Esotherik und dem Bedürfnis, gesehen und gehört zu werden, kann man Menschen hinter sich bringen. Ich bin fassungslos…und habe einen Text dazu geschrieben, den ich jetzt hier hinein kopiere. Wer’s lesen mag… für mich war es einfach gut, meine Gedanken und Einstellungen dazu mal zusammen zu fassen…

Was ich mal sagen wollte…

Corona bzw. Covid-19 schien so weit weg… doch dann kam es mit schnellen Schritten immer näher und nachdem es mit voller Wucht in Italien ausgebrochen war, kam es mit gleicher Geschwindigkeit und Wucht in Spanien an. Ich lebe in diesem Land – sehr, sehr gerne und auch Überzeugung! Ich kenne die Vor- und Nachteile. Ich habe mich so entschieden und bereue es nicht. Ich unterwerfe mich den getroffenen Maßnahmen der spanischen Regierung, diese Erkrankung in den Griff zu bekommen. Wenn ich das nicht will, kann ich jederzeit nach Deutschland ausreisen, denn ich bin nach wie vor deutsche Staatsbürgerin! Und es wäre viel leichter für mich in Deutschland gewesen in den letzt 8 1/2 Wochen!

Ich bin keine „dumme Gans“, ich bin auch keine „Mitläuferin“ und „leichtgläubig“ schon gar nicht. Ich halte mich für jemanden, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und offen ist für Argumente und Fakten – auch für diejenigen der anderes denkenden Menschen. Ich informiere mich, ich tausche mich aus, ich wäge ab, ich verwerfe. Sind das nicht ganz normale Vorgänge? Auch meine Meinung ändert sich, passt sich neuen Argumenten oder Erkenntnissen an. 

ABER: Ich frage aber nicht meinen Schuster, was er von z.B. vom Tragen von Gesichtsmasken hält. Da frage ich lieber einen Hygieniker/eine Hygienikerin. Ich höre mir Vor- und Nachteile dazu an und frage mich, warum es erst hieß, sie nützen nichts und jetzt sollen sie alle im „Öffentlichen Raum“ tragen… Dann verstehe ich: Anfangs ging es um die Idee, wie ICH mich vor Ansteckung schütze. JETZT geht es um die Idee, dass der ANDERE sich durch mich (als potentieller Virsutragender) angestecken kann. AHA! Die besten Chancen bestehen eben darin, dass wenn alle eine Maske tragen, die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert werden kann. Das habe ich jetzt also verstanden! 

Die „Kehrtwende“ war nicht mangelnde Kompetenz, sondern eine sich veränderte Sicht- und Herangehensweise! Fazit: Nicht die Wissenschaftler sind bescheuert, inkompetent und dumm – nein, es wurde nach neuen Wege gesucht, die Situation für uns alle einfacher, überschaubarer und risikoärmer zu machen. Nicht Politik und Wissenschaft eiern herum, sondern Sichtweisen haben sich verändert! Ich wittere auch NICHT die Papierverarbeitende Industrie dahinter, die sich jetzt in der Regierung ein Mandat gesichert hat, horrende Umsätze generieren zu können…

Viele Menschen wollen einfache Lösungen. Die wird es in diesem Fall (ich denke in den meisten) einfach nicht geben. Diese spezielle Art von Covid-19 ist gerade ein paar Monate alt und erzeugt (teilweise) körperliche Reaktionen, die wir so bisher nicht kannten. Vieles muss erst erfasst, erforscht, gehändelt und ausgewertet werden. Sichtweisen verändern sich ebenso wie Empfehlungen, Behandlungen und Maßnahmen. Alles ist im Fluss und das macht vielen Angst, gepaart mit der Isolierung, die einige Zeit geboten war. Ich habe auch Angst, hier ins Krankenhaus mit Covid-19 eingeliefert werden zu müssen, denn ich bin Risikopatientin. Deshalb ergreife ICH Schutzmaßnahmen mir MEINE Gesundheit und warte nicht erst auf Anordnungen „von oben“. 

Ich beklage mich nicht darüber, ich nehme es an, weil ich nicht davon ausgehe, dass ein Virologe ein Virus kreiirt hat, um mich und viele andere umzubringen und den Rest der Welt per Microchip zu unterjochen. An der Stelle bin ich vielleicht aus der Sicht einiger Menschen das dumme „Lieschen Müller“ – aber mit polarisierten, populistischen, extrem vereinfachten Parolen und Phrasen, mit denen man fast täglich konfrontiert wird, mag ich mich nicht befassen. Sie erzeugen einfach zu viel Widerstand in mir und überzeugen mich weder politisch, noch wirtschaftlich und schon gar nicht inhaltlich. Die Tatsache, dass nun alle gemeinsam demonstrieren, die gegen was auch immer sind und sich in diesem Konglomerat vereinen, macht nicht natürlich noch skeptischer… Jedem das Seine und mir das Meine. 

Natürlich nehme ich die Zahlen, die täglich veröffentlicht werden nicht als die Wahrheit an. Sie sind untereinander nicht vergleichbar, weil die Messmethoden und Tests variieren, die Zahl und die Auswahl der getesteten nicht standardisiert sind. Schlussendlich gibt es eine Unterscheidung zwischen „an“ Corona  oder „mit“ gestorben. IM Großen und Ganzen aber machen diese Zahlen klar, welches AUSMAß diese Erkrankung hat und man kann anhand der Zahlen Tendenzen ERKENNEN und verfolgen. Nicht mehr und nicht weniger. 

Natürlich gibt es in Verordnungen und Erlassen die eine oder andere Ungereimtheit und Widersprüchlichkeit… Wem würden die nicht unterlaufen? Kann man davon ausgehen, dass die Verantwortlichen noch ruhig schlafen? Dass sie zur Entspannung mal Spazieren gehen? Ich möchte mit keinem Menschen in Beratungs- oder Verantwortungsposition tauschen – um keinen Preis der Welt. Uns allen wünsche ich ein bisschen mehr Ruhe und Gelassenheit und den festen Willen, dass alles wieder „gut“ wird – was auch immer das sein mag…

Woche 9…

Tja, das hätten wir irgendwie wohl nicht gedacht. Meine 9. Woche begann gestern… weiter als zur Mülltonne vorne am Eingangskreisel bin ich seit dem nicht gekommen. Alle „Außentermine“ hat Ina absolviert – 3x Einkaufen, 1XApotheke, 2XTierarzt – mehr (auch) nicht!

Aber wir haben gute Aussichten, denn ab Montag, den 11. Mai werden wir wohl auch einfach mal zu zweit von A nach B fahren dürfen… was viel wichtiger für uns ist: Wir können (zu zweit) zu unseren Gassiplätzen fahren und die Hunde können sich im Freigang mal wieder so richtig austoben. Ina ist neulich auf dem Golfplatz von einem Mitarbeiter (Gärtner) „erwischt“ worden… er drohte mit einer Anzeige, weil Hunde auf dem Golfplatz nicht erlaubt sind. DAS kann ich gut verstehen, scheinbar sind viel Menschen und Hunde ohne „Beutelchen“ unterwegs und die Zahl der Hundehaufen nehmen echt zu – sehr ärgerlich und unverschämt, denn in den Ortschaften klappt das eigentlich super gut. Ich verstehe nicht, warum die Leute so ignorant sind… Vermutlich wird der Golfplatz auch bald wieder aktiviert und dann sicherlich gut besucht sein…

Nun freuen wir uns schon sehr auf Montag, da werden wir das erste Mal endlich wieder in den kleinen Wald zum Gassigehen fahren, das Auto habe ich heute dafür schon vorbereitet…

Ab Montag können wir dann auch mal von A nach B fahren und uns mit jemandem treffen… die Geschäfte machen dann auch wieder auf und auch die Bars, natürlich mit den entsprechenden Abstandsregeln…

Heute habe ich gelesen, dass die Grenzen nicht vor Ende Oktober aufgehen :-(, das wäre totaler MIST! Mein Sohn mit Familie könnte nicht kommen 😢 und ich könnte nicht nach Berlin fliegen oder fahren, weil es kein zurück gibt. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass die Behörden jetzt bald mal wieder arbeiten und man vor allem hinfahren kann und etwas zu erledigen. Wir brauchen unbedingt den 1. Wohnsitz hier, damit wir wieder einreisen können, wenn wir nach Deutschland fahren…

So sehen die Zahlen derzeit aus…

Und so speziell in Andalusien… wir liegen hier weit unter dem Durchschnitt von Spanien…

 

Ein gibt wieder Hoffnung…

Am Wochenende gab es die ersten Lockerungen für die kindliche Öffentlichkeit: Alle Kinder bis 14 Jahre durften für eine Stunde auf öffentliche Plätze und Parks, nur in Cadiz und El Palmar an den Strand – sofern sie innerhalb der Aufenthaltszone wohnen. Der Bewegungsradius betrug 1000m um das eigene Zuhause – immerhin! Erwartungsgemäß fiel es den meisten schwer, den erforderlichen Abstand zu halten – aber die Bilder und Filmbeiträge aus Deutschland zeigten nichts anderes…

Inzwischen entwickeln sich die Zahlen recht gut und stabilisieren sich… Die Zahl der Verstorbenen sinkt auf 16% aller geschlossenen Fälle, 84% sind gesund geworden…die Zahl der geschlossenen Fälle (ca. 2/3) übersteigt inzwischen bei weitem die der aktiven (ca. 1/3)!

Es soll im Laufe des Monats neue Lockerungen geben, sofern die Zahlen stabil bleiben… wir werden sehen!

Fatal sind die (öffentlichen) Äußerungen des US-Präsidenten zur Coronasituation. Erst hat er es (wie sein ebenfalls populistischer Kollegen Boris Johnson) alle geleugnet und für einen Schnupgen erklärt. Dann hat er den Menschen vor laufendender Kamera gesagt, sie sollten sich selbst desinfizieren – durch Injektionen mit Desinfektionsmitteln! Das haben etliche auch gemacht und über 100 Menschen mussten deshalb in Krankenhäusern behandelt werden…🙈🙈🙈

 

 

 

 

 

 

 

 

Dafür kursiert im Netz dieses Foto mit dem (angeblichen) Text seiner Mutter… nun ja, ob das wahr ist steht ja dahin, recht hätte sie…

 

 

 

 

 

Zusammen mit einer Fotofreundin hier habe ich ein Fotoprojekt erarbeitet – es hieß „Freiheit in Zeiten von Corona“. Das ist dabei heraus gekommen…

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, wer Haus und Garten hat, kann sich wahrlich „frei“ fühlen in diesen Zeiten. Wir denken täglich an die Menschen, die auf engem Raum, in kalten und dunklen Häusern (mit Minigarten) und Wohnungen in der Stadt leben und nicht „raus“ dürfen. Das zerrt an den Nerven und dann ist auch verständlich, dass die „Lockerungen“ diese Reaktionen hervorrufen und die Menschen endlich wieder „raus“ wollen.

Es gibt aber auch (freiberufliche) Handwerker, die es ablehnen, Aufträge anzunehmen, weil sie auf das Geld des Staates – immerhin 700€ im Monat (Durchschnittsverdienst ist hier rund 1000€) während der Krise nicht verzichten wollen… auch paradox! Die Ansprüche an den Staat sind hier immer hoch, nur ist vielen Menschen nicht klar, dass der „Staat“ nur Geld ausgeben kann, wenn er von den Bürger*innen auch welches bekommt. Dazu müsste man Steuern bezahlen und nicht schwarz arbeiten… und froh sein, wenn man arbeiten KÖNNTE, statt nicht zu arbeiten und das Geld des Staates beanspruchen… sehr komplexe Zusammenhänge…

Wir hoffen sehr auf Normalisierung und Öffnung, denn wir wissen uns zu schützen. Aber manches muss nun doch allmählich in die „Gänge“ kommen…

Und dann noch ein paar Gedanken zu diesem Thema…

Start in Woche 7…

Heute bin ich in der 7. Woche in Quarantäne… und es ist überhaupt nicht schlimm! Im Gegenteil! Ich bin nicht abgelenkt durch irgend etwas und irgend wen. das einzige, was mir/uns Sorgen macht ist, dass nicht klar ist, was passiert, wenn wir nach Berlin MÜSSEN(wollen), weil es meiner Mum schlechter geht… Nach Deutschland kommen wir IMMER zurück, aber wieder rein nach Spanien? Eher nicht! Unser Haus hier zurück lassen? Ohne unsere Hunde nach Deutschland fahren? Das fühlt sich alles richtig mies an… Also brauchen wir Alternativen und vor allem müssen wir sie planen…
Da wir ja immer gerne einen Schritt voraus denken, sind wir dran! Zunächst einmal  werden wir jetzt unseren Wohnsitz nach Spanien verlegen, damit wir auch eine Chance haben, wieder zurück zu kommen. Damit wir jederzeit fahren können und „das Wichtigste“ mitnehmen können, haben wir jetzt den Entschluss gefasst, ein Wohnmobil zu kaufen. Das wird die Reiseform der Zukunft für uns sein. Spanien ist so ein tolles Reiseland und es gibt noch viele Ziele in Europa, die wir gerne noch sehen wollen. Irgendwann ist das Corona-Virus ja hoffentlich eingedämmt…

Die Zahlen stagnieren allerdings…und die Zahl der durchgeführten Test ist seit einer Woche die gleiche, was „verrät“, dass die Zahlen nicht einfach nicht korrekt erhoben werden!

Hier in Spanien gibt es jetzt sehr viele kritische und regierungsfeindliche Stimmen. Wie in Deutschland inzwischen auch üblich, geschieht dies mit außerordentlichen Hassparolen und einer unangemessenen Aggressionen. Der Unterschied zu Deutschland ist der, dass es Spanien wirtschaftlich natürlich über alle Maßen trifft. Mehr oder weniger der einzige „Exportschlager“ sind Obst und Gemüse… und der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Feriengäste werden ausbleiben, die Grenzen sind ja immer noch geschlossen. Das kann schon mal sozial ziemlich schnell „kippen“ und zu Unruhen und Aufständen führen, vor allem in den armen Regionen Spaniens… uns Spanier sind „Hitzköpfe“… Dennoch steht Andalusien in der Coronakrise ziemlich gut da und ist eines der Bundesländer mit den wenigsten infizierten und gestorbenen Menschen, aber die Menschen sind eben auch schon 6 Wochen „Zuhause“.

Hier „lebt“ man auf der Straße, vom schnellen Kaffee in der Bar, vom „Plausch“ in der Markthalle oder auf der Straße. Das alles ist seit 6 Wochen nicht mehr möglich… und wir wissen nicht, wie lange es noch geht. Dieses Wochenende dürfen sich die Kinder jetzt 1 Std. am Tag maximal 1 km vom Zuhause entfernen, das ist alles außer Einkaufen, Arztbesuche und Apothekenbesorgungen… Das ist für spanische Menschen sozial kaum auszuhalten. Und wenn dann auch noch die wirtschaftliche Grundlage wie der Tourismus wegfällt, bricht auch noch das Einkommen zusammen. Besserung ist derzeit leider nicht in Sicht 🙁

Neben all dem gibt es natürlich auch ein „ganz“ normales Leben… z.B. die heiß geliebte „Siesta“…

und natürlich immer gutes und gesundes Essen…

 

Vermutlich die größte Zitrone in diesem Jahr…

Gemächlicher Sonntag, am Dienstag geschrieben…

Und dann kam doch wieder alles mögliche dazwischen…und heute ist es nun schon Dienstag…

Diskussion der Aktuellen Zahlen – wie jeden Morgen beim Kaffee im Bett…

Die abschließenden Zahlen bis einschließlich 20.4.2020. Sie KÖNNEN nicht stimmen, denn die Gesamtzahl der Tests sind seit dem 17.4. unverändert 🙈🙄. Man kann also seit dem 17.4. nicht 17.262 Neuinfektionen ausweisen und die Zahl der Test erhöht sich um 0! Es gibt immer Unsicherheiten und Fehlerquellen in Statistiken. Aber so augenfällig? Das ist schon dreist! Nun wollen sie alle Coronafälle seit Januar noch einmal aufrollen und statistische einheitlich auswerten. Na da bin ich gespannt! Wenn das der Einstieg in mehr Genauigkeit und Transparenz ist, dann gute Nacht! Da können sie sich die Arbeit (oder Beschäftigungstherapie/Beruhigung der Bevölkerung?) gleich sparen…

Ich hatte gerade gestern ein Gespräch zum Lockdown mit einem Spanier der in Deutschland studiert hat und somit beide Länder kennt… sinngemäß… ‚Ja, in Deutschland kann man das so „locker‘ machen. Hier würde sich NIEMAND an die Empfehlung „Bleiben Sie Zuhause“ halten, ohne strikte Maßnahmen und Strafen geht es hier nicht…‘ Das fand ich eine interessante Einschätzung. Während Deutschland an den „mündigen“ Bürger appelliert (und das habe ich für äußerst riskant gehalten!) trauen es sich die spanischen Menschen selbst gar nicht zu, sich so zu verhalten. Hier „muss“ also „hart durchgegriffen“ werden? Ich würde es mich ja nicht trauen, es so eindeutig und öffentlich zu sagen, aber ich glaube das auch…

Und nun kommen die banalen, aber schönen Alltagsdinge…

Unsere Hundebande ist immer noch gut drauf und sie haben sich an das Laufen an der Leine gewöhnt. Es gibt eine kleine Wiesen, die gut eingegrenzt ist, da dürfen sie dann frei herumlaufen.  Nur an einer Stelle müssen wir „Wache“ halten, sonst büchsen sie aus…

Hier haben sie natürlich ordentlich Gelegenheit zu stöbern, spuren nachzugehen und zu graben…
Lissy gräbt sich schon mal einen Gang in die Freiheit…

Sonntag hatten wir dann einen „wir-machen-gar-nichts-Tag“ und es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir auf der Terrasse lagen…

Da ich ja selten „Nichts-tun“ kann (und auf ein Hörbuch hatte ich keine Lust…) habe ich das „große Fotobesteck“ herausgeholt und endlich mal wieder Macrobilder gemacht. Das habe ich das letzte Mal in El Palmar gemacht… es wurde also höchste Zeit… Das kam dabei heraus…

Gestern Abend hatten wir das große Glück, einen wunderschönen Regenbogen über dem Golfplatz zu sehen. Erst einen ordentlich Wolkenguss und dann kam im Hintergrund die Sonne heraus. Da musste ich einfach mal schauen… und wurde reich belohnt!

Start in die 6. Woche

Gestern waren wir sooo fleißig, da war keine Zeit für den Blog. Ina war einkaufen, was ohne Probleme verlief. Das 3. Mal in 5 Wochen! Das spart enorm viel Zeit, geht aber nur, bei guter Planung. Das hat Ina ganz fest im Griff… Ich kümmere mich dann um den Garten und die Technik… Rasenkanten schneiden, die Roboter für Pool und Rasen aktivieren, den Pool checken und warten… noch ein paar Bienchen fotografieren (für unsere Fotogruppe die gerade mal wieder aktiviert wurde…) und dann Siesta!

Der Garten ist sooo schön im Moment!

 

Nachmittags haben wir dann nach der Hunderunde auf dem Golfplatz auch noch das Gemüse für 1 Monat für die Hunde gemacht! Also, langweilig wird es nicht…

Heute bin ich in der 6. Woche der Ausgangssperre, Inas beginnt morgen, denn sie war an dem Freitag noch einkaufen…

Heute haben wir mal wieder einen Putztag eingelegt. Unsere Hunde mögen das ja gar nicht, denn sie „müssen“ raus aus dem Haus! Garten oder Wintergarten – sie können es sich aussuchen. Sie könnten toben, spielen, „aufpassen“, aber was machen sie? Sie hocken im Wintergarten vor der Tür uns „geiern“ darauf, dass sie endlich wieder ins Haus dürfen (und alles wieder schön „einsauen“ können!)

Die Zahlen und Deutschland entwickeln sich fantastisch und erste Lockerungen wurden beschlossen… Hier in Spanien wird am kommenden Donnerstag im Parlament über eine Verlängerung abgestimmt. Wir müssen damit rechnen, dass die Ausgangssperre bis 10. Mai verlängert wird. Aber vielleicht gibt es erste Lockerungen, wir werden sehen…

Am Schluss noch die spanischen Zahlen…