Endlich wieder in die Natur!

Gestern war ein toller Tag! Es ist wie der 1. Apfel nach einer Fastenzeit: Nach 8 1/2 Wochen ging es gestern morgen in den Wald… gepaart mit wunderschönen Eindrücken… trotz des Regens. Das war egal!

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Die Hunde haben sich natürlich auch wie dolle und verrückt gefreut.

Nachmittags ging es dann noch bei strahlendem Sonnenschein an den Strand von El Palmar – alle Highlights wurden auf einmal aufgefahren!

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Inzwischen haben wir ein bisschen Entwarnung aus Berlin… Meiner Mutter geht es besser oder sagen wir mal, es ist (wieder) stabiler. Insofern können wir noch abwarten, wie sich die Lage weiter entwickelt und ich muss nicht Hals über Kopf nach Deutschland fahren oder fliegen. Es ist manchmal aus einer so großen Entfernung einfach schlecht einzuschätzen, wie es 3000km entfernt aussieht. Aber wir skypen viel und da kann ich mir dann ganz gut einen Eindruck verschaffen. Nun bin ich wieder entspannter…

Wir haben wir Mai ein außerordentlich kühles Wetter und diese Regenperiode von einer Woche ist auch ganz untypisch – aber wunderbar für die Natur! Es füllt die Wasserreservoirs auf und wir müssen nicht gießen! Aber eine Woche „grauer“ Himmel, das gibt es ja sowieso äußerst selten. Gestern Morgen heftige Regengüsse, nachmittags strahlender Sonnenschein. Heute wird es wohl umgekehrt sein.

Unsere Zahlen in Spanien sind sehr stark rückläufig (hier in Andalusien sowieso und in der Provinz Cadiz noch stärker!), sodass wir große Hoffnungen haben, dass das Leben sich nach und nach wieder normalisiert…

Behördenchaos…

…hatten wir ja lange nicht. Heute wollten wir in Spanien unseren 1. Wohnsitz beantragen, das war wieder ein Abenteuer der besonderen Art, denn wir trafen (mal wieder) auf totale Inkompetenz…

Im Rathaus braucht man als erstes das „Empadronamiento“, eine Art Einschreibung in das Register der Stadt. Das hatten wir eigentlich schon vor zwei Wochen per Mail beantragt, aber natürlich bisher keine Antwort erhalten 🙁

Danach geht man zur Nationalen Polizei und meldet seinen Wohnsitz (Residencia) hier an. So die Theorie. Denn es gibt verschiedene Varianten des Wohnsitzes: 1. der temporäre, 2. der administrative und 3. der steuerliche. So, was macht man nun damit? Wir brauchen den administrativen, denn wir müssen steuerlich in Deutschland bleiben, weil meine Beamtenpension in Deutschland versteuert werden MUSS.

Ein sehr netter Polizist der allerdings „nur“ zur Lokalpolizei gehörte (obwohl wir bei google explizit die Nationalpolizei eingegeben haben!) sagte uns, es sei gar kein Problem mit dem Empadronamiento wieder einzureisen, man braucht die Residencia gar nicht. Und daher könnten wir das auch nicht bearbeiten… DAS glaube ich im Leben nicht! Es sollen schon Menschen an der Grenze zurück gewiesen worden sein… das möchte ich nicht riskieren.

Ina bekam eine Telefon-Nr. von der Nationalpolizei in Cadiz, aber die arbeiten auch nicht 😬 Also keine Chance, jetzt einen Wohnsitz zu beantragen 🙁

Über einen Anwalt hätte ich bessere Chancen. Der hat bisher erfolgreich Anträge durchgeboxt, die auf dem Landweg gingen. Glaubt aber auch gute Chancen zu haben, es auch über den Luftweg zu schaffen… Nun schaue ich erst einmal, wie es meiner Mum geht und warte noch mal ab…

Ich war das erste Mal so richtig „draußen“ und mit Ina im Auto unterwegs… Beim Aussteigen aus dem Auto „Maske auf!“, dann in die Apotheke, Handdesinfektionsmittel und noch ein paar Masken kaufen. Da war alles wirklich gut organisiert und die Kund*innen hielten auch gut Abstand und hatten Masken auf. Die Apotheke hatte es auch gut vorbereitet. Schön war es, mal wieder etwas anderes zu sehen!

 

Verschwörungstheoretiker, Angsthasen, pauschale Systemkritiker…

…sie machen uns das Leben derzeit schwer. Gestern gab es in Berlin Demonstrationen – es blickt niemand mehr so richtig durch, wer da gegen was demosntriert. Eines ist klar, die wildesten Mischungen kamen zusammen, um den „System“ (wer ist das eigentlich?) mal so richtig „einzuheizen“… Linke, Rechte, Nazigruppierungen, Umweltverbände, Bürgerrechtler, Menschenrechtsaktivist*innen… aller miteinander, beieinander! Ohne Mundschutz, Abstandsregeln – einfach nur „auf Kravall gebürstet“. Dabei will ich niemandem absprechen, dass der eine oder die andere nicht ernst zu nehmende Themen anzusprechen oder Gedenken anzumelden hatte. Aber sich mit Extremisten in einer Reihe wieder zu finden? Das ist für mich undenkbar, mich vor diesen Karren spannen zu lassen…

Wir sind überrascht und erstaunt, dass es auch Menschen aus unserem Bekanntenkreis gibt, die sich damit ausführlich beschäftigen. Intelligente Menschen, die Menschen glauben und folgen, die so gut wie NICHTS an Fachwissen aufzuweisen haben, was die Covid-19 Erkrankung betrifft. Aber mit ein bisschen Systemkritik, Esotherik und dem Bedürfnis, gesehen und gehört zu werden, kann man Menschen hinter sich bringen. Ich bin fassungslos…und habe einen Text dazu geschrieben, den ich jetzt hier hinein kopiere. Wer’s lesen mag… für mich war es einfach gut, meine Gedanken und Einstellungen dazu mal zusammen zu fassen…

Was ich mal sagen wollte…

Corona bzw. Covid-19 schien so weit weg… doch dann kam es mit schnellen Schritten immer näher und nachdem es mit voller Wucht in Italien ausgebrochen war, kam es mit gleicher Geschwindigkeit und Wucht in Spanien an. Ich lebe in diesem Land – sehr, sehr gerne und auch Überzeugung! Ich kenne die Vor- und Nachteile. Ich habe mich so entschieden und bereue es nicht. Ich unterwerfe mich den getroffenen Maßnahmen der spanischen Regierung, diese Erkrankung in den Griff zu bekommen. Wenn ich das nicht will, kann ich jederzeit nach Deutschland ausreisen, denn ich bin nach wie vor deutsche Staatsbürgerin! Und es wäre viel leichter für mich in Deutschland gewesen in den letzt 8 1/2 Wochen!

Ich bin keine „dumme Gans“, ich bin auch keine „Mitläuferin“ und „leichtgläubig“ schon gar nicht. Ich halte mich für jemanden, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht und offen ist für Argumente und Fakten – auch für diejenigen der anderes denkenden Menschen. Ich informiere mich, ich tausche mich aus, ich wäge ab, ich verwerfe. Sind das nicht ganz normale Vorgänge? Auch meine Meinung ändert sich, passt sich neuen Argumenten oder Erkenntnissen an. 

ABER: Ich frage aber nicht meinen Schuster, was er von z.B. vom Tragen von Gesichtsmasken hält. Da frage ich lieber einen Hygieniker/eine Hygienikerin. Ich höre mir Vor- und Nachteile dazu an und frage mich, warum es erst hieß, sie nützen nichts und jetzt sollen sie alle im „Öffentlichen Raum“ tragen… Dann verstehe ich: Anfangs ging es um die Idee, wie ICH mich vor Ansteckung schütze. JETZT geht es um die Idee, dass der ANDERE sich durch mich (als potentieller Virsutragender) angestecken kann. AHA! Die besten Chancen bestehen eben darin, dass wenn alle eine Maske tragen, die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum reduziert werden kann. Das habe ich jetzt also verstanden! 

Die „Kehrtwende“ war nicht mangelnde Kompetenz, sondern eine sich veränderte Sicht- und Herangehensweise! Fazit: Nicht die Wissenschaftler sind bescheuert, inkompetent und dumm – nein, es wurde nach neuen Wege gesucht, die Situation für uns alle einfacher, überschaubarer und risikoärmer zu machen. Nicht Politik und Wissenschaft eiern herum, sondern Sichtweisen haben sich verändert! Ich wittere auch NICHT die Papierverarbeitende Industrie dahinter, die sich jetzt in der Regierung ein Mandat gesichert hat, horrende Umsätze generieren zu können…

Viele Menschen wollen einfache Lösungen. Die wird es in diesem Fall (ich denke in den meisten) einfach nicht geben. Diese spezielle Art von Covid-19 ist gerade ein paar Monate alt und erzeugt (teilweise) körperliche Reaktionen, die wir so bisher nicht kannten. Vieles muss erst erfasst, erforscht, gehändelt und ausgewertet werden. Sichtweisen verändern sich ebenso wie Empfehlungen, Behandlungen und Maßnahmen. Alles ist im Fluss und das macht vielen Angst, gepaart mit der Isolierung, die einige Zeit geboten war. Ich habe auch Angst, hier ins Krankenhaus mit Covid-19 eingeliefert werden zu müssen, denn ich bin Risikopatientin. Deshalb ergreife ICH Schutzmaßnahmen mir MEINE Gesundheit und warte nicht erst auf Anordnungen „von oben“. 

Ich beklage mich nicht darüber, ich nehme es an, weil ich nicht davon ausgehe, dass ein Virologe ein Virus kreiirt hat, um mich und viele andere umzubringen und den Rest der Welt per Microchip zu unterjochen. An der Stelle bin ich vielleicht aus der Sicht einiger Menschen das dumme „Lieschen Müller“ – aber mit polarisierten, populistischen, extrem vereinfachten Parolen und Phrasen, mit denen man fast täglich konfrontiert wird, mag ich mich nicht befassen. Sie erzeugen einfach zu viel Widerstand in mir und überzeugen mich weder politisch, noch wirtschaftlich und schon gar nicht inhaltlich. Die Tatsache, dass nun alle gemeinsam demonstrieren, die gegen was auch immer sind und sich in diesem Konglomerat vereinen, macht nicht natürlich noch skeptischer… Jedem das Seine und mir das Meine. 

Natürlich nehme ich die Zahlen, die täglich veröffentlicht werden nicht als die Wahrheit an. Sie sind untereinander nicht vergleichbar, weil die Messmethoden und Tests variieren, die Zahl und die Auswahl der getesteten nicht standardisiert sind. Schlussendlich gibt es eine Unterscheidung zwischen „an“ Corona  oder „mit“ gestorben. IM Großen und Ganzen aber machen diese Zahlen klar, welches AUSMAß diese Erkrankung hat und man kann anhand der Zahlen Tendenzen ERKENNEN und verfolgen. Nicht mehr und nicht weniger. 

Natürlich gibt es in Verordnungen und Erlassen die eine oder andere Ungereimtheit und Widersprüchlichkeit… Wem würden die nicht unterlaufen? Kann man davon ausgehen, dass die Verantwortlichen noch ruhig schlafen? Dass sie zur Entspannung mal Spazieren gehen? Ich möchte mit keinem Menschen in Beratungs- oder Verantwortungsposition tauschen – um keinen Preis der Welt. Uns allen wünsche ich ein bisschen mehr Ruhe und Gelassenheit und den festen Willen, dass alles wieder „gut“ wird – was auch immer das sein mag…

Woche 9…

Tja, das hätten wir irgendwie wohl nicht gedacht. Meine 9. Woche begann gestern… weiter als zur Mülltonne vorne am Eingangskreisel bin ich seit dem nicht gekommen. Alle „Außentermine“ hat Ina absolviert – 3x Einkaufen, 1XApotheke, 2XTierarzt – mehr (auch) nicht!

Aber wir haben gute Aussichten, denn ab Montag, den 11. Mai werden wir wohl auch einfach mal zu zweit von A nach B fahren dürfen… was viel wichtiger für uns ist: Wir können (zu zweit) zu unseren Gassiplätzen fahren und die Hunde können sich im Freigang mal wieder so richtig austoben. Ina ist neulich auf dem Golfplatz von einem Mitarbeiter (Gärtner) „erwischt“ worden… er drohte mit einer Anzeige, weil Hunde auf dem Golfplatz nicht erlaubt sind. DAS kann ich gut verstehen, scheinbar sind viel Menschen und Hunde ohne „Beutelchen“ unterwegs und die Zahl der Hundehaufen nehmen echt zu – sehr ärgerlich und unverschämt, denn in den Ortschaften klappt das eigentlich super gut. Ich verstehe nicht, warum die Leute so ignorant sind… Vermutlich wird der Golfplatz auch bald wieder aktiviert und dann sicherlich gut besucht sein…

Nun freuen wir uns schon sehr auf Montag, da werden wir das erste Mal endlich wieder in den kleinen Wald zum Gassigehen fahren, das Auto habe ich heute dafür schon vorbereitet…

Ab Montag können wir dann auch mal von A nach B fahren und uns mit jemandem treffen… die Geschäfte machen dann auch wieder auf und auch die Bars, natürlich mit den entsprechenden Abstandsregeln…

Heute habe ich gelesen, dass die Grenzen nicht vor Ende Oktober aufgehen :-(, das wäre totaler MIST! Mein Sohn mit Familie könnte nicht kommen 😢 und ich könnte nicht nach Berlin fliegen oder fahren, weil es kein zurück gibt. Allerdings habe ich die Hoffnung, dass die Behörden jetzt bald mal wieder arbeiten und man vor allem hinfahren kann und etwas zu erledigen. Wir brauchen unbedingt den 1. Wohnsitz hier, damit wir wieder einreisen können, wenn wir nach Deutschland fahren…

So sehen die Zahlen derzeit aus…

Und so speziell in Andalusien… wir liegen hier weit unter dem Durchschnitt von Spanien…

 

Ein gibt wieder Hoffnung…

Am Wochenende gab es die ersten Lockerungen für die kindliche Öffentlichkeit: Alle Kinder bis 14 Jahre durften für eine Stunde auf öffentliche Plätze und Parks, nur in Cadiz und El Palmar an den Strand – sofern sie innerhalb der Aufenthaltszone wohnen. Der Bewegungsradius betrug 1000m um das eigene Zuhause – immerhin! Erwartungsgemäß fiel es den meisten schwer, den erforderlichen Abstand zu halten – aber die Bilder und Filmbeiträge aus Deutschland zeigten nichts anderes…

Inzwischen entwickeln sich die Zahlen recht gut und stabilisieren sich… Die Zahl der Verstorbenen sinkt auf 16% aller geschlossenen Fälle, 84% sind gesund geworden…die Zahl der geschlossenen Fälle (ca. 2/3) übersteigt inzwischen bei weitem die der aktiven (ca. 1/3)!

Es soll im Laufe des Monats neue Lockerungen geben, sofern die Zahlen stabil bleiben… wir werden sehen!

Fatal sind die (öffentlichen) Äußerungen des US-Präsidenten zur Coronasituation. Erst hat er es (wie sein ebenfalls populistischer Kollegen Boris Johnson) alle geleugnet und für einen Schnupgen erklärt. Dann hat er den Menschen vor laufendender Kamera gesagt, sie sollten sich selbst desinfizieren – durch Injektionen mit Desinfektionsmitteln! Das haben etliche auch gemacht und über 100 Menschen mussten deshalb in Krankenhäusern behandelt werden…🙈🙈🙈

 

 

 

 

 

 

 

 

Dafür kursiert im Netz dieses Foto mit dem (angeblichen) Text seiner Mutter… nun ja, ob das wahr ist steht ja dahin, recht hätte sie…

 

 

 

 

 

Zusammen mit einer Fotofreundin hier habe ich ein Fotoprojekt erarbeitet – es hieß „Freiheit in Zeiten von Corona“. Das ist dabei heraus gekommen…

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, wer Haus und Garten hat, kann sich wahrlich „frei“ fühlen in diesen Zeiten. Wir denken täglich an die Menschen, die auf engem Raum, in kalten und dunklen Häusern (mit Minigarten) und Wohnungen in der Stadt leben und nicht „raus“ dürfen. Das zerrt an den Nerven und dann ist auch verständlich, dass die „Lockerungen“ diese Reaktionen hervorrufen und die Menschen endlich wieder „raus“ wollen.

Es gibt aber auch (freiberufliche) Handwerker, die es ablehnen, Aufträge anzunehmen, weil sie auf das Geld des Staates – immerhin 700€ im Monat (Durchschnittsverdienst ist hier rund 1000€) während der Krise nicht verzichten wollen… auch paradox! Die Ansprüche an den Staat sind hier immer hoch, nur ist vielen Menschen nicht klar, dass der „Staat“ nur Geld ausgeben kann, wenn er von den Bürger*innen auch welches bekommt. Dazu müsste man Steuern bezahlen und nicht schwarz arbeiten… und froh sein, wenn man arbeiten KÖNNTE, statt nicht zu arbeiten und das Geld des Staates beanspruchen… sehr komplexe Zusammenhänge…

Wir hoffen sehr auf Normalisierung und Öffnung, denn wir wissen uns zu schützen. Aber manches muss nun doch allmählich in die „Gänge“ kommen…

Und dann noch ein paar Gedanken zu diesem Thema…

Start in Woche 7…

Heute bin ich in der 7. Woche in Quarantäne… und es ist überhaupt nicht schlimm! Im Gegenteil! Ich bin nicht abgelenkt durch irgend etwas und irgend wen. das einzige, was mir/uns Sorgen macht ist, dass nicht klar ist, was passiert, wenn wir nach Berlin MÜSSEN(wollen), weil es meiner Mum schlechter geht… Nach Deutschland kommen wir IMMER zurück, aber wieder rein nach Spanien? Eher nicht! Unser Haus hier zurück lassen? Ohne unsere Hunde nach Deutschland fahren? Das fühlt sich alles richtig mies an… Also brauchen wir Alternativen und vor allem müssen wir sie planen…
Da wir ja immer gerne einen Schritt voraus denken, sind wir dran! Zunächst einmal  werden wir jetzt unseren Wohnsitz nach Spanien verlegen, damit wir auch eine Chance haben, wieder zurück zu kommen. Damit wir jederzeit fahren können und „das Wichtigste“ mitnehmen können, haben wir jetzt den Entschluss gefasst, ein Wohnmobil zu kaufen. Das wird die Reiseform der Zukunft für uns sein. Spanien ist so ein tolles Reiseland und es gibt noch viele Ziele in Europa, die wir gerne noch sehen wollen. Irgendwann ist das Corona-Virus ja hoffentlich eingedämmt…

Die Zahlen stagnieren allerdings…und die Zahl der durchgeführten Test ist seit einer Woche die gleiche, was „verrät“, dass die Zahlen nicht einfach nicht korrekt erhoben werden!

Hier in Spanien gibt es jetzt sehr viele kritische und regierungsfeindliche Stimmen. Wie in Deutschland inzwischen auch üblich, geschieht dies mit außerordentlichen Hassparolen und einer unangemessenen Aggressionen. Der Unterschied zu Deutschland ist der, dass es Spanien wirtschaftlich natürlich über alle Maßen trifft. Mehr oder weniger der einzige „Exportschlager“ sind Obst und Gemüse… und der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Feriengäste werden ausbleiben, die Grenzen sind ja immer noch geschlossen. Das kann schon mal sozial ziemlich schnell „kippen“ und zu Unruhen und Aufständen führen, vor allem in den armen Regionen Spaniens… uns Spanier sind „Hitzköpfe“… Dennoch steht Andalusien in der Coronakrise ziemlich gut da und ist eines der Bundesländer mit den wenigsten infizierten und gestorbenen Menschen, aber die Menschen sind eben auch schon 6 Wochen „Zuhause“.

Hier „lebt“ man auf der Straße, vom schnellen Kaffee in der Bar, vom „Plausch“ in der Markthalle oder auf der Straße. Das alles ist seit 6 Wochen nicht mehr möglich… und wir wissen nicht, wie lange es noch geht. Dieses Wochenende dürfen sich die Kinder jetzt 1 Std. am Tag maximal 1 km vom Zuhause entfernen, das ist alles außer Einkaufen, Arztbesuche und Apothekenbesorgungen… Das ist für spanische Menschen sozial kaum auszuhalten. Und wenn dann auch noch die wirtschaftliche Grundlage wie der Tourismus wegfällt, bricht auch noch das Einkommen zusammen. Besserung ist derzeit leider nicht in Sicht 🙁

Neben all dem gibt es natürlich auch ein „ganz“ normales Leben… z.B. die heiß geliebte „Siesta“…

und natürlich immer gutes und gesundes Essen…

 

Vermutlich die größte Zitrone in diesem Jahr…

Gemächlicher Sonntag, am Dienstag geschrieben…

Und dann kam doch wieder alles mögliche dazwischen…und heute ist es nun schon Dienstag…

Diskussion der Aktuellen Zahlen – wie jeden Morgen beim Kaffee im Bett…

Die abschließenden Zahlen bis einschließlich 20.4.2020. Sie KÖNNEN nicht stimmen, denn die Gesamtzahl der Tests sind seit dem 17.4. unverändert 🙈🙄. Man kann also seit dem 17.4. nicht 17.262 Neuinfektionen ausweisen und die Zahl der Test erhöht sich um 0! Es gibt immer Unsicherheiten und Fehlerquellen in Statistiken. Aber so augenfällig? Das ist schon dreist! Nun wollen sie alle Coronafälle seit Januar noch einmal aufrollen und statistische einheitlich auswerten. Na da bin ich gespannt! Wenn das der Einstieg in mehr Genauigkeit und Transparenz ist, dann gute Nacht! Da können sie sich die Arbeit (oder Beschäftigungstherapie/Beruhigung der Bevölkerung?) gleich sparen…

Ich hatte gerade gestern ein Gespräch zum Lockdown mit einem Spanier der in Deutschland studiert hat und somit beide Länder kennt… sinngemäß… ‚Ja, in Deutschland kann man das so „locker‘ machen. Hier würde sich NIEMAND an die Empfehlung „Bleiben Sie Zuhause“ halten, ohne strikte Maßnahmen und Strafen geht es hier nicht…‘ Das fand ich eine interessante Einschätzung. Während Deutschland an den „mündigen“ Bürger appelliert (und das habe ich für äußerst riskant gehalten!) trauen es sich die spanischen Menschen selbst gar nicht zu, sich so zu verhalten. Hier „muss“ also „hart durchgegriffen“ werden? Ich würde es mich ja nicht trauen, es so eindeutig und öffentlich zu sagen, aber ich glaube das auch…

Und nun kommen die banalen, aber schönen Alltagsdinge…

Unsere Hundebande ist immer noch gut drauf und sie haben sich an das Laufen an der Leine gewöhnt. Es gibt eine kleine Wiesen, die gut eingegrenzt ist, da dürfen sie dann frei herumlaufen.  Nur an einer Stelle müssen wir „Wache“ halten, sonst büchsen sie aus…

Hier haben sie natürlich ordentlich Gelegenheit zu stöbern, spuren nachzugehen und zu graben…
Lissy gräbt sich schon mal einen Gang in die Freiheit…

Sonntag hatten wir dann einen „wir-machen-gar-nichts-Tag“ und es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir auf der Terrasse lagen…

Da ich ja selten „Nichts-tun“ kann (und auf ein Hörbuch hatte ich keine Lust…) habe ich das „große Fotobesteck“ herausgeholt und endlich mal wieder Macrobilder gemacht. Das habe ich das letzte Mal in El Palmar gemacht… es wurde also höchste Zeit… Das kam dabei heraus…

Gestern Abend hatten wir das große Glück, einen wunderschönen Regenbogen über dem Golfplatz zu sehen. Erst einen ordentlich Wolkenguss und dann kam im Hintergrund die Sonne heraus. Da musste ich einfach mal schauen… und wurde reich belohnt!

Start in die 6. Woche

Gestern waren wir sooo fleißig, da war keine Zeit für den Blog. Ina war einkaufen, was ohne Probleme verlief. Das 3. Mal in 5 Wochen! Das spart enorm viel Zeit, geht aber nur, bei guter Planung. Das hat Ina ganz fest im Griff… Ich kümmere mich dann um den Garten und die Technik… Rasenkanten schneiden, die Roboter für Pool und Rasen aktivieren, den Pool checken und warten… noch ein paar Bienchen fotografieren (für unsere Fotogruppe die gerade mal wieder aktiviert wurde…) und dann Siesta!

Der Garten ist sooo schön im Moment!

 

Nachmittags haben wir dann nach der Hunderunde auf dem Golfplatz auch noch das Gemüse für 1 Monat für die Hunde gemacht! Also, langweilig wird es nicht…

Heute bin ich in der 6. Woche der Ausgangssperre, Inas beginnt morgen, denn sie war an dem Freitag noch einkaufen…

Heute haben wir mal wieder einen Putztag eingelegt. Unsere Hunde mögen das ja gar nicht, denn sie „müssen“ raus aus dem Haus! Garten oder Wintergarten – sie können es sich aussuchen. Sie könnten toben, spielen, „aufpassen“, aber was machen sie? Sie hocken im Wintergarten vor der Tür uns „geiern“ darauf, dass sie endlich wieder ins Haus dürfen (und alles wieder schön „einsauen“ können!)

Die Zahlen und Deutschland entwickeln sich fantastisch und erste Lockerungen wurden beschlossen… Hier in Spanien wird am kommenden Donnerstag im Parlament über eine Verlängerung abgestimmt. Wir müssen damit rechnen, dass die Ausgangssperre bis 10. Mai verlängert wird. Aber vielleicht gibt es erste Lockerungen, wir werden sehen…

Am Schluss noch die spanischen Zahlen…

Fototour auf dem Golfplatz

Heute Morgen sprang ich voller Enthusiasmus aus dem Bett, schnappte mir meine Fotoausrüstung und machte eine Runde auf dem Golfplatz…die Ausbeute war nicht sooo schlecht…

Ab dem späten Vormittag ging es bei uns irgendwie bergab… Alle Knochen tun mir weh, Ina klagt über Übelkeit und Bauchschmerzen :-(. Also einigen wir uns auf einen ruhigen Tag auf dem Sofa. Ich bearbeite die Fotos und Ina beschäftigt sich mit einem gebuchten Onlineseminar und macht ein bisschen an ihrem Spanischkurs weiter…

Nachmittags raffen wir uns dann auf und gehen wir dann mit den Hunden noch eine Runde auf dem Golfplatz spazieren – das tut gut. Abends schaue ich mir noch die Venus an, die jetzt gerade besonders nah an der Erde und scheint deshalb besonders hell. Der Tipp kam von meiner Mutter & Ole – die haben das bestimmt in der Zeitung gelesen…Aber für ein Fotos ist sie denn doch zu weit weg…

Und es geht weiter…

Seit Montag sind nun die Fabriken und das Handwerk nach 2-wöchiger Pause wieder bei der Arbeit – natürlich mit den „üblichen“ Sicherheitsvorkehrungen… Die Zahlen sind weiterhin rückläufig in der Steigerung der Raten, sowohl was die Anzahl neuer Fälle betrifft als auch in der Zahl der täglich Versterbenden. Die Zahlen der gesundeten Menschen steigt stetig…

Die Regierung hat richtig erkannt und entschieden, dass man die Lockerungen erst nach und nach vornehmen sollte. Aber insgesamt hat man schon den Eindruck, die Menschen habe hier verstanden, wozu Abstand, Mundschutz und Handschuhe „da“ sind. Und auch wenn es hier und da leider „Pannen“ und Rücksichtslosigkeiten gibt, im Großen und Ganzen scheint es gut zu laufen… Mal schauen, was Ina berichtet… die geht Donnerstag nun das 2. Mal einkaufen… Wir werden ja wöchentlich mit frischem Gemüse, Brot und Eiern von Biobauern beliefert, da müssen wir nicht so oft einkaufen… Reduziert das Ansteckungsrisiko!

Aus Berlin kam heute ein Anruf vom Zahnarzt… Sie würden jetzt die Praxis laaangsam wieder öffnen und haben gesehen, dass ich Asthmatikerin bin. Sie würden in meinem Interesse (Risikopatentin!) von dem Termin absehen. „Ja“, sagte ich, „das werde ich wohl auch müssen, denn die Grenzen sind zu und ich lebe in Spanien…“. „Ach herrje, dann alles Gute und bleiben sie gesund!“ Diese Reaktion habe ich schon einmal erlebt, als ich andere Arzttermine für Ende April abgesagt habe. Berlin fällt leider aus…

Unser Projekt der letzten Tage hieß „Gartenroboter“… Unsere Nachbarn hatten uns einen tollen, kleinen Bosch-Robby geschenkt. Scheinbar hat er bei Ihnen Zuhause seinen Dienst nicht getan. Unser Robby „nervt“ immer wieder, weil er bei vielen kleinen Hindernissen stehen bleibt 🙁 Nun sollte der „Neue“ endlich installiert werden und ich habe ihn sogar schon zum Laufen gebracht. Allerdings wollte er immer nur „kalibrieren“ und nicht mähen. Er scannt den Garten ab und erstellt dann eine digitale Landkarte, die er dann systematisch „abmäht“. Er kannte natürlich nur die Karte von Helmut und Iris… also musste ich ihn auf Werkseinstellung zurück setzen… dann musste ich leider feststellen, dass er unsere Art, der Kabelverlegung nicht akzeptiert und „lesen“ kann. Wir haben die Kabel nicht IN den Rasen verlegt, sondern in die angrenzenden Beete und Abgrenzungen sollten verhindern, dass er ins Beet fährt. Also, das klappte nicht und so musste ich heute leider wieder alles zurück bauen. ICH LIEBE ARBEITEN AM BODEN! Nun habe ich Rückschmerzen, aber das Gefühl, es doch noch „gepackt“ zu haben! Derweil haben Ina und ich auch die neuen Kabel im Vorgarten verlegt, die wurden letztes Jahr nämlich ausgelassen. Morgen schließen wir auch die an die andere Kabelschleife an und dann ist hoffentlich Ruhe damit!

Abends gibt es dann „zur Belohnung“ kleine Köstlichkeiten die Ina gezaubert hat…

 

Ostermontag

Heute ist hier kein Feiertag mehr… wir machen einen Mischmasch aus Arbeit und Feiertag…Ein bisschen schön machen wir es uns natürlich auch..

Unsere Hunde bekamen heute eine kleine Hundeschule…

 

…und später warteten sie schon brav auf das Mittagsleckerlie…während wir uns über die aktuelle Lage informierten…

Abends gab es dann ein Raclette… lecker und natürlich mit passenden Servietten 😉 (Osterservietten waren aus…) Lange darf das so nicht weiter gehen… die Hosen werden schon eng…

Nicht, dass uns DAS noch passiert 😉

Ansonsten erfreuen wir uns über die wunderschönen Blumen im Garten…

Ostersonntag 2020

Das etwas andere Ostern…

Letztes Jahr waren Thorsten und Familie und Freundin Anja mit Tochter Nadja bei uns… dieses Jahr ist es ein bisschen einsam hier… Beide Nachbarsfamilien mussten in D bleiben…aber wir machen es uns trotzdem gemütlich… nur von Ostern ist so gar keine Spur…

Aber das macht nichts… nächstes Jahr dann wieder…

Abends sitzen wir jetzt oft unter unserer neu überdachen Dachterrasse, das ist herrlich! Wir sind ein bisschen mehr geschützt und es ist ganz gemütlich…

Und der Blick in den Garten ist natürlich auch von dort oben besonders schön…

Neulich hatten wir sogar noch Vollmond dazu…

 

 

Ich habe mich entschlossen, jetzt nicht mehr täglich über die Zahlen usw. zur Corona-Krisen zu berichten, nur noch wenn es etwas ganz Aktuelles/Wichtiges gibt. Wir müssen den Blick jetzt wieder vermehrt auf den Alltag und das Schöne richten und uns nicht durch die Zahlen hypnotisieren lassen. Insofern lasse ich diese Infos heute einfach mal weg…

Schöne Ostertage!

Ostern, wie wir es noch nie erlebet haben! Jeder sitzt Zuhause mit seiner Kernfamilie, viele zu zweit, viele ganz allein, wer Glück hat mit Hund oder Katze… Wir haben es uns trotzdem gemütlich gemacht…

 

Und jetzt wünschen wir euch allen…

In Spanien gibt es keine Chance auf ein Treffen mit Freunden oder anderen Familienangehörigen, auch nicht mit Distanz auf einer Wiese, im Park, am Strand. Denn „wir bleiben Zuhause“ ist hier die Devise und niemand bewegt sich von A nach B. Das wird kontrolliert und Polizei und Militär. Ausfallstraßen der Orte und Autobahnen sind teilweise blockiert und werden streng kontrolliert. Der Zustrom der Städter aus Sevilla, Madrid usw. soll unterbunden worden sein, nur einzelne sollen es versucht haben… Die Anwohner*innen berichten teilweise etwas anderes… Es werden Menschen in Supermärkten angesprochen, sie müssen sich ausweisen. Kommen sie nicht aus der Gegend, hagelt es Strafen… Ebenso werden Autos auf Parkplätzen der Supermärkte nach ihrem registrierten Standort identifiziert, wer von weiter weg kommt, hat bei der Rückkehr vom Supermarkt Erklärungsnot und bekommt ebenfalls eine Strafe. Appelle reichen einfach nicht 🙁

Aber die Maßnahmen zeigen Wirkung! Die Kurven flachen sich ab, gehen sogar zurück!

 

Diese Zahlen machen uns große Hoffnung, dass wir nach und nach zu einem „normalen“ Leben zurück kehren werden und dass es weniger Covid19-Infektionen gibt, dass weniger Menschen intensivmedizinisch behandelt werden müssen und vor allem: Dass weniger Menschen an den Folgen dieser Infektion sterben! Eine wichtige Begleiterscheinung wird hoffentlich sein, dass die Menschen mehr auf Hygiene und noch einige Zeit auf mehr körperlichen Abstand achten werden, denn auch wenn die Ausgangssperre nach und nach gelockert wird,  wird das Virus noch immer präsent sein…

Wir vermissen noch immer nichts. Aber wir leben sehr privilegiert, das ist uns völlig bewusst! Dennoch wäre es schön, einfach mal wieder woanders (und nicht nur auf dem Golfplatz und mit schlechtem Gewissen!) mit den Hunden spazieren zu gehen… Aber das sind natürlich nichtige Wünsche!

Ina und ich diskutieren sehr viel über die Situation und auch über die „Stimmungslage“ dazu hier, in Deutschland. Es ist auch spannend wahr zu nehmen, wie unterschiedlich einige Länder mit dem Covid-19 Virus umgehen z.B. in Asien Singapur, Südkorea, China… Nord- und Südeuropa… USA… Afrika… Doch immer wird klar: Die Maßnahmen sind die gleichen – Soziale Distanzierung, Quarantäne, Hygienemaßnahmen, Aufstockung der medizinischen Versorgung, Grenzen schließen. Nur verfügen die Länder über unterschiedliche Ressourcen und setzen unterschiedliche Formen der Kontrolle ein. Je restriktiver und überwachender, desto effektiver (Südkorea und Singapur setzen auch Apps ein, die vor Kontakten mit infizierten warnen und Rückmeldungen geben, wenn man in der Nähe eines Infizierten war). Aber auch je häufiger die Testungen und je effektiver Hygiene und intensivmedizinische Maßnahmen zur Verfügung stehen, desto geringer die Mortalitätsraten (z.B. Deutschland).

Kulturell bedingte körperliche Nähe zwischen den Menschen begünstigen hohe Ansteckungsraten ebenso wie die kulturell bedingte familiäre Gewohnheit, dass verschiedene Generationen unter einem Dach wohnen. Die „Kinder“ ziehen statistische gesehen im Süden Europas viel später aus dem Elternhaus aus, als im Norden Europas. Gleichzeitig wird häufig noch die Großelterngeneration im eigenen Haushalt mit versorgt und/oder gepflegt. So besteht natürlich große Ansteckungsgefahr für die größte Risikogruppe der Covid-19-Infektion: Die Menschen ab 60. Sie werden häufiger im Süden durch die Kinder- und Enkelgeneration angesteckt, während sie im Norden Europas meist allein leben und weniger „Mobilität“ zeigen als die jüngeren Generationen. Dafür sind sie natürlich in Alten(pflege)-heimen großer Gefahr ausgesetzt, was sich ja auch in den Nachrichten widerspiegelt. Es müssen zum Teil ganze Abteilungen von Altenheimen unter Quarantäne gestellt oder in Krankenhäuser evakuiert werden, weil die Hygienemaßnahmen aufgrund fehlender Schutzkleidung gar nicht eingehalten werden können…

Besonders schlimm trifft es – wie immer – die armen Länder dieser Welt. Sie haben keine finanziellen Mittel zu testen, sie leben in großen Familien auf engstem Raum. Die Ansteckung ist nicht zu vermeiden… Es gibt kein Sozialsystem, was Verdienstausfälle auffängt, das Gesundheitssystem ist mangelhaft und muss vom Patienten selbst bezahlt werden… Hier werden sehr, sehr viele Menschen sterben…

Ein großes Diskussionsfeld ist auch die Tatsache, wie die jeweiligen Gesellschaften – und insbesondere Deutschland auf diese Situation reagiert. „Verschwörungstheoretiker“ haben Hochkonjunktur, aber auch die „Berufsskeptiker“, die sich in Bürgerrechten beschnitten sehen und die Maßnahmen der Bundesregierung völlig überzogen finden. Das finde ich ziemlich anstrengend und auch unpassend. Auch wenn ich sehe, dass es an der Zeit ist, nun wieder viel stärker zu demokratischen Instrumenten in der Krisenbewältigung zu greifen, akzeptiere ich, dass man schnell handeln musste, um Schlimmeres zu verhindern. Das zeigt der Verlauf der Covid-19 Pandemie explizit in Deutschland – eines der Länder mit den wenigsten Restriktionen, aber auch eines der Länder, die sich am meisten beschweren – so kommt es mir jedenfalls vor… wir bleiben also im Klischee, das man von deutschen Menschen hat…

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Einige persönliche Gedanken zur aktuellen Lage…

Persönliche Gedanken zu dieser Zeit…

Stell dir vor du bist auf einer zweiwöchigen Reise auf einem Schiff… Du stehst auf dem Aussichtsdeck und genießt die Aussicht und das Leben – du fühlst dich pudelwohl.

Plötzlich ertönt ein durchdringendes Notrufsignal. Du erschrickst und weißt nicht genau, was los ist. Sogleich ertönt eine Stimme aus den Lautsprechern: „Hier spricht der Kapitän: Wir haben einen schweren Notfall! Bitte begeben Sie sich umgehend und ohne Umwege zum Rettungsdeck. Dort bekommen Sie Schwimmwesten und Anweisungen, wie sie die Rettungsbote zu besteigen haben. Dies ist keine Übung! Folgen Sie den Anweisung!“

Würdest du jetzt gemütlich in deine Kabine gehen, deinen Laptop, Fotoapparat, deine Papiere und dein Lieblingsoutfit zusammen packen und dich dann zum Rettungsdeck begeben? Würdest du mit dem dir Anweisungen gebenden Menschen erst einmal deine Grundrechte diskutieren und ihn darauf aufmerksam machen, dass du laut Grundgesetz die freie Wahl deines Aufenthaltes hast? Würdest du das Tragen der Rettungsweste verweigern, weil du schwimmen kannst? Oder würdest du diskutieren wollen, in WELCHES der Rettungsboote zu steigen möchtest? Schließlich steht dir ja die freie Wahl des Transportmittels zu! Du bist doch ein mündiger Bürger in einem demokratischen Land!

Wenn dir dann gesagt wird, dass du dein Handgepäck zurück lassen musst, was dann? Bleibst du lieber auf dem sinken Schiff?

Vergleiche hinken bekanntlich ja immer. Aber ein bisschen komme ich mir gerade so vor wie oben beschrieben…

Es gibt Situationen, in denen KANN man nicht erst einmal die Grundrechte abfragen oder die eigenen Bedürfnisse abwägen. Da geht es darum, das „Schlimmste“ zu verhindern.

Auf einem Schiff sind die Notfallmaßnahmen bis zum Umfallen von den Verantwortlichen geübt und erprobt. Für die Passagiere sind sie neu, erschreckend, ungewohnt. Dennoch wollen viele ihr „kleines Päckchen“ noch schnell zusammen raffen, nichts verlieren, ihre Autonomie behalten. 

Doch es geht schlichtweg ums „nackte Überleben“. 

Ja, es gibt immer (administrative) Notfallpläne für die Ausbreitung von „Seuchen“. Aber in der praktischen Umsetzung ist es dann doch immer wieder „überraschend“, neu, anders als erwartet…

Wie wir weltweit sehen können, reagieren ALLE Nationen schlussendlich gleich: Soziale Distanzierung, Quarantäne, Hygienemaßnahmen, Aufstockung der medizinischen Versorgung, Grenzen schließen. DAS sind die notwendigen Erstmaßnahmen und an denen kommen alle redenschwingenden Populisten dieser Tage auch nicht vorbei! Diese Maßnahmen sind nicht diskutierbar, sondern müssen einfach befolgt werden, um Schlimmeres zu verhindern – die Frage ist häufig nur: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Ist die Situation beherrschbar, kann und muss man diskutieren, reflektieren, zurück nehmen und korrigieren, neu entscheiden. Aber in der akuten Phase muss man dem Kapitän und seiner Mannschaft einfach vertrauen, dass sie wissen, was zu tun ist. 

Wie hilfreich ist es dann wohl anzunehmen, dass sich der Kapitän mit 150 anderen Kapitänen abgesprochen hat, die alle nacheinander vorgeben, dass das Schiff sinken wird und man nun in Rettungsboote umsteigen muss – ohne, dass es dafür einen Anlass gibt? 

Und klopfen sie sich anschließend gemeinsam auf die Schenkel und lachen sich halb tot über die blöden Passagiere, die ihre Anweisungen kritiklos wie die Lemminge folgen? 

Das erscheint mir doch mehr als absurd!

Meinungsfreiheit, Demokratie, Selbstbestimmung – das sind die Augäpfel unserer Gesellschaftsform und sehr hohe und wichtige Güter. Dazu gehört meiner Meinung aber auch, dass man anzuerkennen bereit ist, dass sie manchmal einfach für kurze Zeit außer Kraft gesetzt werden müssen, um Schlimmeres zu vermeiden… Wir haben darin bisher nur so gar keine „Übung“ und das scheint es so schwer zu machen…

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Die Kurve fällt…ganz langsam!

Wir sind in Spanien auf dem richtigen Weg… grafische Auswertungen bis einschließlich gestern…

In Deutschland sieht es natürlich weit weniger dramatisch aus…

Es ist schon interessant zu beobachten, was sie wie verändert…

  • Beim Fernsehschauen fällt auf, dass wir denken: Mein Gott, stehen DIE dicht beieinander! Klar, VOR Corona!
  • Wahnsinn, wie viel Zeit man mit WhatsApp und Facebook verbringt. Geht’s euch gut? ja… und dann geht es hin und her… parallel geht das mit zwei bis drei anderen so…
  • Corona ist in die Träume vorgedrungen – heute das 1. Mal bei uns beiden…nicht bedrohlich, sondern in Form von Präventionsmaßnahmen – aber immerhin!

Spannend ist auch der Wechsel der Themen zu verfolgen… auch die Erkenntnisse zu Covid 19 werden immer differenzierter. Während ich schon das Gefühl habe, dass sich die „spanisch Kurve“ abschwächt, tobt sich das Virus in Amerika jetzt so richtig aus. Dank Trump, der das Ganze verharmlost hatte, müssen viele Menschen jetzt für seine Arroganz und Selbstüberschätzung, vor allem aber für seine Fehleinschätzungen büßen und viele müssen es mit ihrem Leben bezahlen… Er verkündet großzügig: „Wenn wir es schaffen, dass nur 200.000 Menschen sterben, haben wir einen guten Job gemacht!“ Jedes Land bekommt das Staatsoberhaupt, das es gewählt hat. Ich befürchte, sie wählen ihn wieder…

Jetzt kommen allmählich auch Länder wie Indien und Brasilien mit ihren Slums in die Wahrnehmung, ebenso die Flüchtlingscamps. Da wird es schlimm werden… In Peru legen sie die gestorbenen Menschen einfach auf der Straße ab, weil sie sie in den kleinen Wohnungen nicht isolieren können um zu warten, bis sie abgeholt werden… niemand kümmert sich und holt sie ab, es sind einfach zu viele… An Testungen dürfen wir gar nicht denken. Wenn ein Test angeblich 140 USD kostet, woher soll das Geld denn kommen? Diese Zahl in den armen Ländern werden wir niemals erfahren…

Da wir uns nicht eingesperrt fühlen, sondern eher das Bedürfnis haben uns zu schützen, ist die Situation für uns hier natürlich positiv. Wenn man sich eingesperrt fühlt, gerät man eher in die passive Rolle, fühlt sich eingeengt. Aber wenn man sich zurück zieht, um sich zu schützen, dann ist es etwas Positives, aktives. Und schon sieht die Welt anders aus… und für uns natürlich ziemlich komfortabel – das ist uns klar und wir sind dankbar dafür.

Einige fangen aber schon ziemlich an „am Rad zu drehen“ um nicht zu sagen „durchzudrehen“… Das bringt irrwitzige Dinge und Kommentare hervor, die eigentlich nur mit Kopfschütteln beantwortet werden können…

 

Verlängerung!

Heute wurde bekannt gegeben, dass die Ausgangssperre um weitere 2 Wochen verlängert wird. Damit haben wir heute Halbzeit einer 6 wöchigen Ausgangssperre. Das macht in meinen Augen totalen Sinn, denn die Kurven flachen sich in der Tat ab!

Das sind die Ergebnisse und Auswertungen bis einschließlich 3.4.

Das sind die Tage bis heute ca. 19:00

Die Hunde langweilen sich ein wenig. Vorwurfsvoll schauen sie uns an: Los, Los! Wir wollen auf den Golfplatz! Zum Glück haben wir ihn!

Nach dem Spaziergang gab es Futter für die Hunde und wir sind zu unserer abendlichen „Gesangsrunde“ gegangen – ohne Hunde. Ist einfacher und entspannter… Als wir zurück kamen, war die Überraschung groß! Ina hatte schon alles für unser Abendessen vorbereitet… so lag ein schöner großer marinierter Pulpoarm auf einem Backblech, der nur noch in den Ofen geschoben werden musste… als wir in die Küche kamen, sahen wir es gleich… und ihr ahnt sicherlich schon, was geschehen war… Der Mülleimer ausgeräumt und der Pulpo spurlos verschwunden! Diese Gauner! Zum Glück hatte Ina noch einen in Reserve (gibts hier bei Aldi eingeschweißt!)… wir mussten also doch nicht „verhungern“! Wer sich dieses „Extra“ gegönnt hatte, werden wir wohl nicht erfahren. Ans „Teilen“ glaube ich in diesem Falle eher nicht…

Heute beginnt die Woche 4…

so langsam gehen mir die Themen aus…

Ich habe heute einen Generator fertig montiert und er ist nun einsatzbereit…

 

alle anderen alltäglichen Arbeiten erspare ich euch… ich habe heute mit dem Auto eine Müllentsorgungsfuhre gemacht. Das war richtig merkwürdig… mal wieder Auto fahren…

Obwohl die halbe Welt scheinbar in Panik gerät, versuchen wir hier auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Aber klar, wir sind hier „ab vom Schuss“ und nicht in den „Hochburgen“ der Corona-Erkrankungen.

Während es in Europa noch relativ „harmlos“ zugeht, scheint es in USA völlig aus den Fugen zu geraten. Angemeiert sind – wie immer – die dank Donald Trump nun keine Krankenversicherung mehr haben und in Südamerika scheint es auch sehr, sehr problematisch zu sein, ebenso in Indien – in allen armen Regionen halt.

Weltweit haben wir jetzt mehr als eine Million positiv getestete Fälle und mehr als 50.000 gestorbene, aber auch mehr als 220.000 wieder gesundete Menschen.

Dennoch muss man bedenken, dass Corona-Infektion nicht gleich Tot bedeutet. 20% der abgeschlossenen Fälle sind zwar tödlich ausgegangen, aber 80% sind eben auch gesund geworden. Das variiert in den einzelnen Ländern natürlich. Derzeit gibt es noch fast 800.000 aktive Fälle, von denen 5% „ernsthaft“ erkrankt sind und vermutlich im Krankenhaus (intensivmedizinisch) behandelt werden müssen. Aber 95% der Fälle sind immerhin nur leichte Fälle…

 

 

 

 

 

 

 

 

Abends läuten wir das „Wochenende“ mit einem Drink auf der neuen Dachterrasse ein… und haben unser Wachteam natürlich dabei, die auch ordentlich von oben allen „sagen“: Hier sind wir!

Schön beim Sonnenuntergang zu sitzen, auf den Golfplatz zu schauen zu diskutieren und zu planen und später in die Sterne zu schauen! Ina hat Flamkuchen gemacht und es ist total gemütlich 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und danach geht es dann gleich ins Bett…Lissy liebt es, zugedeckt zu werden 🙂

 

Lotta hat Geburtstag!

Wir fangen mit positiven Nachrichten an: Lotta wird heute zwei Jahre alt 🙂 Es gibt es auch einen Kuchen, Ina hat extra einen gebacken 🙂

 

Unser kleines Kuschelmonster – sie liegt immer während der Siesta genau zwischen uns… sobald die Decken auf das Sofa geholt werden – zack! Hopst sie aufs Sofa! Abends, ist es genauso. Wenn wir beide auf dem Sofa zur Ruhe kommen, dann kuschelt sie sich ein  manchmal kommen die anderen auch auf’s Sofa. Aber wehe, wenn eine Tüte raschelt! DANN sind sie alle da!

Inzwischen gibt es immer mehr nationale „Beschlüsse“, die die Menschen immer weiter in ihren Möglichkeiten einschränken. Sie werden immer häufiger außerhalb der Parlamente beschlossen und umgesetzt. Jetzt sind Apps im Gespräch, die die Bewegungen und Begegnungen von Menschen aufzeichnen und speichern. (Noch) bleiben sie anonymisiert… aber wie lange? Es schleicht sich ein Gefühl von ziemlich viel Überwachung und Kontrolle ein… Wenn alle Zuhause bleiben, braucht es keine App, die meine sozialen Kontakte „überwacht“… Ich bin da skeptisch…

Heute haben die Zahlen wieder einen neuen Sprung gemacht – die 100.000 sind in Spanien „geknackt“ 🙁 Dazu aber erst später mehr…

Die traurige Nachricht des Tages… Spanien hat die 100.000er Marke überschritten…

Das sind die Auswertungen von Spanien bis einschließlich gestern…

Spanien „holt“ auf und ist Italien in den Fallzahlen und in der Anzahl der Gestorbenen schon sehr nahe gekommen… und hat Italien in den Zahlen der gesund gewordenen schon um rund 3000 Menschen überholt. Das ist die gute Nachricht des Tages…

Aber es wird auch getanzt, gesunden, und geklatscht… ein bisschen Spaß und soziales Leben muss sein… die Hunde mussten mal Pipi…

Langsam komme ich an Ende meine Datenvolumens… ich muss mich kümmern!
Gute Nacht für heute!

Überschrift?

Langsam wird es schwer, Überschriften zu finden…

Heute nacht hat es (wie erwartet!) wie aus Kübeln geregnet. Doch wir waren vorbereitet, alles war sicher und trocken verstaut. Und wie es immer so ist… nach dem Regen kommt der Sonnenschein! Heute morgen bei der Gassirunde, war die Luft glasklar, die Farben wunderschön. Zum Glück hatte ich das Handy dabei…

Die Zahlen am Ende des Tages…

Ein nachbarschaftlicher Lichtblick!

Heute haben wir die Nachbarwiese von Kiki&Thorsten „hunde-ausbruchsicher“ gemacht, damit wir sie dort einfach mal flitzen lassen können. Das Gras ist schon sehr hoch gewachsen, dazwischen Blumen und kleine Büsche. Ideal zum Stöbern und Toben!

 

Sonntag Abend haben wir bemerkt, dass aus dem übernächsten Nachbarhaus Abends nicht nur Musik gespielt wird… das hatten wir schon des Öfteren gehört… Ina hat mit den Hunden eine kleine Abendrunde gemacht und festgestellt, dass sich einige Nachbarn auch auf den Balkonen und Terrassen versammelt und mitgesungen hatten. Ich war dann auch gleich auf die Wiese gegangen um mir das anzuschauen. Am Schluss wurde das Lied „Resistiré“ gespielt. Hier kannst du es anhören: https://www.youtube.com/watch?v=w_KFr-Lnxsk Abschließend winkten sich alle zu, sagten „hasta mañana!“ und klatschten! WOW! Tolles Gefühl, die Nachbarschaft so zu erleben! es war klar, morgen gehen wir wieder und dann zusammen mit den Hunden auf die Wiese…

So haben wir das auch heute gemacht und es war wirklich schön – Ana von dem Tierheim „Kimba“, das wir unterstützen, war auch am Zaun (sie wohnt tatsächlich nur um die Ecke!) und wir haben einander zugerufen und gewunken. Einige (auch wir!) tanzten zu der Musik. Es waren diesmal weniger da, aber es war schön, über die Musik verbunden zu sein!

Wir müssen positiv denken!

 

Die Zahlen und Analysen von heute machen Hoffnung…