Familien-Retreat!

So nennt Ina die von spanischen Staat verfügte „Ausgangssperre“ 🙂 Think positive!

Ina hat (für sich!) ein Tagesprogramm entworfen…

„Jeden Tag:
– ein bisschen Sport
– ein bisschen Spanisch
– ein bisschen Körperpflege extra
– ein bisschen Arbeit in Haus und Garten
– ein bisschen Zeitung lesen
– spielen und schmusen mit den Hundis,
– whatsapps und Mails schicken
– kochen
– und last but not least kuscheln und diskutieren mit Angela“

 

 

 

Der letzte Punkt beginnt schon am Morgen beim Kaffee im Bett, wenn die letzten Fallzahlen des Vortages (Sie werden um 1:00 nachts auf Null gesetzt) angeschaut werden.

Mehr als 500 neue Todesfälle und nun insgesamt knapp 25.000 Infektionen, davon 5000 neue Fälle! La Rioja ist die Region mit den höchsten Todesraten gemessen an den Einwohner*innen. Auf 100.000  kommen rund 150 infizierte. In Madrid, in der zahlenmäßig die meisten Fälle aufgetreten sind, werden pro 100.000 Einwohner*innen 105 erkrankte Personen gemeldet. In der Provinz Cadiz, in der wir leben, sind es nur 15 pro 100.000 Einwohner*innen! Diese Zahlen muss man auch wahrnehmen und sie machen noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, das Reisen zu unterbinden!

 

 

 

 

Und Infolge dessen überlegen wir:

  • Was ist zu tun? Müssen wird etwas tun?
    Bisher nichts!
  • Woran müssen wir noch denken? Was müssen wir noch planen?
    Donnerstag müssen wir das 1. Mal einkaufen, die Hunde brauchen neues Futter und das verbinden wir damit, eigene Vorräte aufzufüllen. Aber Ina hat ja immer Vorräte angelegt und insofern müssen wir nur wenig auffüllen – Klopapier brauchen wir nicht 😉
  • Was müssen wir absagen? Leider, leider, leider – mein Flug nach Berlin zur Beerdigung meines Onkels… vermutlich unsere Reise nach Berlin Ende April und unsere geplante Reise in die Extremadura im Mai… Aber es gibt Schlimmeres. Alles unwichtig gegen die Gefahr einer Infektion!

Gestern gab es in verschiedenen Ecken dieser Gegend wiederholten Stromausfall. Das drückt natürlich immens auf die Stimmung vieler Menschen hier. Viele Menschen hier sind auch darauf angewiesen, Trinkwasser zu kaufen, denn viele Häuser und Grundstücke haben kein Stadtwasser – das im übrigen gechlort ist – sondern nur Brunnenwasser. Das kann man aus gesundheitlichen Gründen nicht ungefiltert trinken – zu viele Rückstände von Dünger, Pestiziden und Herbiziden und oft liegen die Brunnen in der Nähe der Sickergruben – das muss ich sicherlich nicht erläutern… Insofern müssen viele zum Einkaufen gehen um die Trinkwasserreserven aufzufüllen…

Ina hat unsere Ernährung voll auf dem Plan und die Vorräte nach Verfallsdatum sortiert. So ist es sinnvoll, nicht zu essen, worauf man Lust hat, sondern was „dran“ ist. Auch eine neue Erfahrung! Sie hilft uns aber dabei, nicht ständig einkaufen zu müssen, denn jeder Einkauf erhöht das Ansteckungsrisiko! Die Versorgungslage ist aber nach den Aussagen von Freunden und Bekannten gut. Es geht sehr geordnet zu, man bekommt Handschuhe und muss Abstand halten und das scheint zu klappen. Einige Deppen schmeißen die Handschuhe dann vor dem Supermarkt oder auf dem Parkplatz auf den Boden und tragen damit zur potentiellen Verbreitung dessen vor, vor dem die Handschuhe sie ja eigentlich schützen sollen. Zum Glück sind das die Ausnahmen (der Dummen!)…

Ina hält immer noch an der ayurvedischen Ernährung fest, die ich auch klasse finde. Aber sie ist ziemlich aufwendig, aber eben schmackhaft und super gesund. Genau das Richtige in diesen Zeiten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und das sind die letzten Zahlen des Tages…

Morgen ist ein neuer Tag…